Archiv Meldungen

BaZ-Kolumnist David Klein verurteilt

Obwohl die Basler Muslim Kommission ihre Klage gegen den Musiker und Kolumnisten der «Basler Zeitung» vor kurzem zurückgezogen hatte, verurteilte ihn jetzt das Basler Strafgericht zu einer bedingten Geldstrafe. Er hatte im Januar 2014 auf Facebook unter dem Titel «Muslime, die Nazis von heute!» unter anderem Muslime als «verkommenes Pack» bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein Offizialdelikt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Blocher-Medien

Der «Medien-Monitor» fasst dieser Tage eine Reihe von Artikeln zum Dossier «Blocher-Medien» zusammen.  medienmonitor.ch

«Schwedenreisli» – Klare Worte des Presserats zur BaZ-Kampagne

Die Basler Zeitung (BaZ) hat im Februar 2014 und über ein angebliches «Schwedenreisli» der erweiterten Geschäftsleitung des Bau- und Verkehrsdepartements berichtet. Dieses forderte zunächst Berichtigungen und reichte dann Beschwerde ein. der Presserat stellt in seiner Stellungnahme (24/2015) zusammenfassend fest:

1. Die Beschwerde wird grösstenteils gutgeheissen.

2. Die «Basler Zeitung» hat mit den Artikeln «Auf Staatskosten mit Partnern nach Stockholm» und «Das Schwedenreisli des Hans-Peter Wessels» vom 18. Februar 2014, «Schwedentrip umstritten; Grossräte stellen Baudepartementsreise infrage» und «Schwedenreisli ein Fall für die GPK? Parlamentarier stellen Fragen zu den Plänen des Baudepartements – dieses dementiert» vom 19. Februar 2014 sowie «Nicht die erste Schwedenreise» und «Die Vorliebe der Basler Verwaltung für Schweden» vom 20. Februar 2014 Ziffer 1 (Wahrheitspflicht), Ziffer 3 (Quellenbearbeitung), Ziffer 5 (Berichtigung) sowie Ziffer 7 (Privatsphäre) der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verletzt. Zwar besteht ein öffentliches Interesse daran, die Verwendung von Steuergeldern zu thematisieren. Die Kritik muss sich jedoch auf eine überprüfte, möglichst präzis benannte Quelle stützen.

3. Darüber hinausgehend wird die Beschwerde abgewiesen. Die «Basler Zeitung» hat Ziffer 3 (unter dem Aspekt der Anhörung bei schweren Vorwürfen) nicht verletzt.

Text der Sellungnahme | Berichte: Tageswoche | NZZ |

Kurt Imhof ist gestorben

Mit Bestürzung vernehmen wir, dass Kurt Imhof heute seinem Krebsleiden erlegen ist.

Kurt Imhof, engagierter und wirkungsmächtiger Soziologe und Medienwissenschafter, hat Rettet-Basel mit seinen luziden und begeisternden Interventionen an zwei unserer Podien: am 9.12.2010 in der Uni und am 8.2.2012 im Bernoullianum unterstützt.

Für unsere Filmpremiere im Januar musste er uns bereits aus Gesundheitsgründen absagen.

[2015-03-01]

Fasnacht 2015

Syt die Ziircher NZZ
dä Ziircher Somm nit welle het,
froog ych mii dääglig wiirgglig numme:
Sinn d Ziircher oder miir die Dumme?
Dr Spitzbueb

D Elifante griegen in unsrem Zolli achtzig Fueterstelle,
wo si s Rüsselspitzegfüül no mee entwiggle selle.
Die Aalaag het no Botenziaal – drum könnt me – s wäär e Digge –
dä gfüülloos Rüssler vo der BaZ – zur Kuur döört aane schigge.
Die Blauäugige

D BaZ, das isch e Zytig und der Somm en Aart Verleeger.
Do deent s us Ziiri: «Läck, dä Somm isch geil und voll inteeger!»
Drum hämmer sofoort derfiir gsoorgt, ass dää in Baasel blybt
und doo die letschte dreiedryssig Lääser no verdrybt.
PereFyss

Kasch es draaie, wie de witt,
d Ziircher meege d Baasler nit!
Kasch bättle, bitte – au ganz fromm,
d NZZ, die will kai Somm!
Bangg Rott

Im dieffschten Uurwald git s Kulduure,
die bätte Getter aa,
egaal, ob glai und hässlig
oder ooni Hiirni draa.
Wenn e Museum z Bäärn
soon e Fyguur kaa returniere,
kennt daas mit em Somm nach Ziiri
doch au so funggzioniere.
d'Syydiaane

Mir hänn in der Gripen-Schlappe-Nacht
e Bapyyrfluugi-Abstuurz-Wettkampf gmacht.
Es gwinnt bi däären Abstuurzfyyr
der Flieger us em BaZ-Bapyyr.
Und s näggscht Joor gwinnt – e jeedi Wett –
der Flieger us der NZZ.
Ersatzbangg

Es isch Zyt, dass au e Schnitzelbangg
mol übre Schatte springt,
Und über d Grosszügigkeit vo de Zürcher
do Liedli singt.
Altruistisch, sälbschtlos gänn iir wie dr Winkelried euch Mieh,
Dass iir dr Somm gnoo hättet, das vergässe mir euch nie.
Die Aabrennte

Im Volggshuus referiert der Blocher eloquänt:
Die grossen Baasler, wo die Schweiz gerettet händ!
Hejoo, die ghöören iim, sinn alli braav und fromm:
Karl Barth, Hans Holbäi, Rudolf Wettstäi, Markus Somm.
Singvogel

Laterne

Sujet BAZVP

Wenn de als Basler frieh uffstoohsch
und s Blatt vo dyynere Stadt uffschloosch
bikunnsch zem Zmoorgekaffi oder –tee
z erscht e währschafti Dosis SVP!

Die BaZ kommt ins Guinessbuch der Rekorde:
Keiner Zeitung ist es 2014 gelungen, im redaktionellen
Teil die Buchstaben SVP häufiger zu
drucken als ihr. Das Vereinsblatt der SVPSektion
Entlebuch folgt abgeschlagen auf dem
zweiten Rang.

Ob s um d Energie oder um e Grosse Root,
um d Schuel oder um d Styyre goht:
E jeede Täggscht, ob glooge oder dichtet,
isch uf s SVP-Programm uusgrichtet.

Lic.phil. Somm feiert die sensationelle Entdeckung
des Medizinhistorikers Dr. Öbigli,
dass die menschlichen Hühneraugen nur von
Schweizern in eine rosige Zukunft sehen
können. Sofort fordert Dr. Blocher die unverzügliche
Ausweisung aller ausländischen Podologen.

D BaZ rieft „Skandal!“ und isch empört,
wenn ebber oder ebbis d SVP stört.
Si spiilt sich uff als Sittewächter
und wird politisch als wie rächter.

BaZ-Klatschtante Tamara Wernli empört sich
über die Indiskretion von freibrüstig in der
Öffentlichkeit stillenden Müttern – es geht ja
auch niemanden etwas an, dass sie selbst sich
vom Busen der Ems-Chemie ernährt.

D Baz klagt iiber „Volggsrächtsverletzig“
und betryybt sälber Volggsverhetzig.
und wie dr Köppel,
wo aigentlig s Volgg verachtet,
duet si, als hätt si d Woohret pachtet.

Roger Köppel erkennt im pubertär-sexistischen
Humor von BaZ-Chef-Redaktor Bahnerth eine
spezielle Form des „Freisinns blocherscher
Prägung“. Darum will er Bahnerth zur Weltwoche
abwerben.

Bi der Wältwuche isch s jo scho vorhär gscheeh,
dass e paar obskuuri Financier
em Chefredaggter hän e Zyytig spändiert,
dass dä uns syyni bruuni Brieh serviert.

Die Bundesverfassung garantiert die Pressefreiheit:
Wer will, kann einen Zeitungsverlag kaufen
(oder sich bezahlen lassen).

Das Syschteem het au z Basel funggtioniert:
Dr Blocher het em Somm d BaZ finanziert,
(Wär ka bim Handel zwische dääne baide
zwische „Kredit“ und „Korruption“ unterschaide?)
Syt dr Somm het kenne die Zyttig kaufe,
kennt me si wiider Nazi-Zytittig daufe:
Dääglig mutiert d BaZ als wie meh
zem Zentralorgan vo dr SVP!

Der „Energie-Rapport 2014“ des Bundes stellt
fest: Mit dem Getue, das die BaZ um jeden
SVP-Furz macht, liessen sich mehrere grosse
Windenergieanlagen betreiben. Die Biogas-
Effizienz der BaZ ist nicht untersucht worden.

Em beschte kenntsch die Zyttig nutze
zem dr im Notfall s Fiidle z butze,
hätti si nit scho s Gschmäggli
so bruun wie s Babyyr fir d Päggli.

Freyschtil

 

«Wie tickt BaZ-Verleger Markus Somm?»

Vertritt die Basler Zeitung nationalkonservative Positionen? An der Dreikönigstagung der Schweizer Medien forderte BaZ-Chefredaktor Markus Somm seine Kritiker auf, ihm dies anhand seiner Leitartikel nachzuweisen. Fabian Baumann liefert Nachweise in der «Medienwoche».

2014: Beschwerdeflut gegen die BaZ

Gemäß einem Bericht von kleinreport.ch hat der Schweizer Presserat mit einem Schreiben sich an die BaZ gewandt, um die unkorrekte Berichterstattung über neuliche seiner Entscheide zu monieren. Mit dem «systematischen Verschweigen» der Stellungnahme würde die Zeitung «die ‹Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten› dauernd verletzen und ihre Leserinnen und Leser schlicht nicht respektieren».

2014 hat sich der Presserat mit 7 Beschwerden gegen die BaZ beschäftigen müssen:

Nr. 13/2014: Meinungspluralismus / Trennung von redaktionellem Teil und Werbung (Mieterinnen- und Mieterverband Basel gegen «Basler Zeitung») vom 18. Juni 2014

Nr. 23/2014: Privatsphäre / Sachlich nicht gerechtfertigte Anschuldigungen / Menschenwürde (X. und Y. gegen «Basler Zeitung» und «BaZonline») vom 20. August 2014

Nr. 24/2014: Diskriminierung (X. gegen «Basler Zeitung») vom 27. August 2014

Nr. 31/2014: Anhörung bei schweren Vorwürfen / Identifizierung (Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel gegen «Basler Zeitung» und «BaZonline») vom 21. August 2014

Nr. 33/2014: Wahrheitspflicht / Anhörungspflicht bei schweren Vorwürfen / Fairnessgebot (Gemeinde Oberwil gegen «Basler Zeitung») vom 22. Oktober 2014

Nr. 34/2014: Wahrheitspflicht / Anhörung bei schweren Vorwürfen / Quellennennung / Identifizierung (Bundesamt für Verkehr gegen «Basler Zeitung») vom 22. Oktober 2014

Nr. 35/2014: Wahrheitspflicht / Unterschlagen von Informationen / Berichtigung (X. gegen «Basler Zeitung») vom 27. November 2014


NZZ 1780Mehr zur Krise bei der NZZ

Presseschau, Verweise


«Schlecht für Basel, gut für den Rest der Welt.» [ein Twitterer]

Somm will nicht zur NZZ gehen

In einer Medienmitteilung hat Markus Somm bekanntgemacht, dass er Gespräche mit der NZZ geführt, dieser jedoch «nach reiflicher Überlegung» abgesagt habe.

Presserat rügt erneut die BAZ

Am 5. März 2014 erschien in der BaZ und auf «Bazonline» ein Beitrag über einen vorbestraften Pädophilen, der aus den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel geflohen war. Im Artikel heisst es, ein «Verfahrensbericht» dreier Psychologen und Ärzte der UPK habe den damals 46-Jährigen «in die Flucht getrieben»; die drei werden mit vollem Namen genannt. Rita Anton, CEO der Psychiatrischen Kliniken, sah dadurch die Presserats-Richtlinie 7.2 (unnötige Namensnennung) und Richtlinie 3.8 (Anhörung bei schweren Vorwürfen) verletzt.

Der Presserat entschied, dass die Anhörung der Gutachter verzichtbar war, obwohl ihre Professionalität in Frage gestellt worden sei: Ihnen sei nicht der Vorwurf eines standesunwürdigen oder gar strafwürdigen Verhaltens gemacht worden. Andererseits bestehe kein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit, ihre Namen zu erfahren: Die UPK hätten mehr als 1000 Mitarbeitende, darunter etwa 40 Oberärzte. Letztlich trügen daher die Kliniken als Institution die Verantwortung, nicht die Gutachter als Individuen. Die «Basler Zeitung» hätte die Namen der UPK-Gutachter nicht nennen dürfen.
(Entscheid 31/2014 vom 21.8.2014)

Offener Brief von RB an die Mitglieder des Verbands Schweizer Medien

Text als PDFfrançais...

Sehr geehrte Damen und Herren

In einer Medienmitteilung vom 28. August teilt der Verband SCHWEIZER MEDIEN mit, sein Präsidium schlage Markus Somm als neues Präsidiumsmitglied vor. Die Wahl soll bei der ordentlichen Mitliederversammlung vom 11. September erfolgen.

Dieser Vorschlag erstaunt. Er dürfte innerhalb und ausserhalb des Verbands Unverständnis auslösen.

Wir erinnern:

  • Markus Somm wurde mit einem Aufwand von geschätzten 200 Mio Franken in die Position des Chefredaktors, Herausgebers und angeblichen Mitbesitzers der Basler Zeitung gehievt. Für diese Kosten – Kaufpreis, Schuldentilgung, Druckereischliessung, Pensionskassensanierung – kam Christoph Blocher auf.
  • Christoph Blocher hat seine wahre Rolle bei der Basler Zeitung monatelang verschleiert und geleugnet. Markus Somm hat mehrfach falsch und faktenwidrig dazu Stellung genommen. Die Übernahme hat in Basel mehrere hundert Arbeitsplätze gekostet.
  • Markus Somm hat innerhalb von vier Jahren aus der früheren Basler Zeitung ein politisches Propagandainstrument gemacht. Mit Mitteln des Boulevards, der Falschinformation, der wiederholten Lüge und durch das Lächerlichmachen des politischen Gegners werden demokratische Institutionen und gewählte VolksvertreterInnen attackiert, soll Politik „aus den Angeln gehoben“ (Zitat Somm) werden.
  • Im Juni dieses Jahres waren gegen die Basler Zeitung acht Beschwerden beim Presserat hängig. Gegen keine andere Zeitung sind in den letzten Monaten so viele Beschwerden eingegangen. Die Zeitung wurde bereits mehrfach gerügt.

Markus Somm hat mindestens ein Drittel der Leserschaft verloren – kein Chefredaktor mit einer solchen Bilanz könnte sich bei einem wirtschaftlich ausgerichteten Medienunternehmen halten.

In seinem Leitbild schreibt der Verband SCHWEIZER MEDIEN:

  • Der Verband SCHWEIZER MEDIEN setzt sich für die Freiheit und Unabhängigkeit der Medien gegenüber Politik und Wirtschaft ein.
  • Der Verband SCHWEIZER MEDIEN erwartet von seinen Mitgliedern Fairness in Publizistik und Wettbewerb als Maxime ihres freien unternehmerischen Handelns und als Ausdruck ihrer Verantwortung.

Gegen diese Grundsätze verstösst die heutige Basler Zeitung. Sie ist direkt vom Politiker und Milliardär Christoph Blocher abhängig. Ihr aggressiver Kampagnenjournalismus verstösst gegen die Regeln der Fairness und der journalistischen Verantwortung.

Wir raten den Mitgliedern des Verbands SCHWEIZER MEDIEN ihre Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen und ihr Präsidium nicht mit Scheinverlegern von Blochers Gnaden zu bestücken. Mit einer solchen Wahl würde der Verband massiv an Vertrauenswürdigkeit verlieren und der Blocherisierung der Schweizer Medienlandschaft weiter Vorschub leisten.

Mit freundlichen Grüssen

RETTET-BASEL
Bernhard Bonjour, Rudolf Bussmann, Mathias Knauer, Guy Krneta und Alfred Schlienger

VSM schlägt Markus Somm für den Vorstand vor

Das Präsidium des Verbandes Schweizer Medien (VSM) hat zuhanden der Mitgliederversammlung vom 11. September 2014 in Interlaken einstimmig den Beschluss gefasst, Markus Somm als Nachfolger von Filippo Leutenegger im Präsidium vorzuschlagen. (pd-vsm)

Gemeinde Oberwil klagt beim Presserat

Der Gemeinderat Oberwil hat beim Schweizer Presserat die angekündigte Beschwerde gegen die seit mehreren Monaten andauernde tendenziöse Berichterstattung der Basler Zeitung zur Vergabe Bauherrentreuhandschaft Schulanlage Sägestrasse eingereicht. Moniert werden Verstösse gegen die „Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten“, insbesondere gegen das Fairness- und das Wahrheitsprinzip. (pd 1.7.2014 )

BaZ wird von Blocher, Bollmann und Somm übernommen

CEO Rolf Bollmann und Verleger und Chefredaktor Markus Somm erwerben von der MedienVielfalt Holding AG die "Basler Zeitung" zu je einem Drittel, Christoph Blocher erhöht seinen Anteil von bisher 20 auf 33 Prozent. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mehr bei: www.persoenlich.com [30.6.2014]


Einladung ins Theater

Eindrücke von der Aktion vom 21. Juni im Basler Theater

Gut 300 Personen besuchten in regem Wechsel während der 5 Stunden dauernden Aktion die neun Podiumsgespräche. Rund 50 von ihnen liessen sich vor der Kamera vernehmen und gaben Statements ab zu Stil, Inhalt und Methode der „Basler Zeitung“. 15 Stunden Filmmaterial harren ihrer Auswertung.

Berichte über unsere Aktion

www.tageswoche.ch

www.onlinereports.ch

www.telebasel.ch  

www.bazonline.ch

Einladung ins Theater: eine Aktion von Rettet Basel!

Die Art und Weise, wie sich die BaZ «weiterentwickelt» hat, macht ein deutliches öffentliches Statement notwendig. Viele leiden unter der Situation, nur wenige reden darüber.

Wir wollen es tun. Mit Ihnen.

Wir laden ein, heute Samstag, 21. Juni zwischen 10.00 Uhr und 15.00 Uhr ins Foyer des Theaters Basel zu kommen.

Wir machen eine Bestandsaufnahme davon, wie Basels journalistisches Klima von Ihnen beurteilt wird: Wie hat sich die BaZ in den letzten vier Jahren verändert? Was haben Sie erlebt und erfahren? Was bewirkt Blocher mit seiner Zeitung in Basel? Welches ist die klügste Art sich zu dieser Art von «Journalismus» zu verhalten? – Mehr im Newsletter 38...

Rolf Bollmann und Roger Berger verlassen die BaZ

Rolf Bollmann sollte per 1. August Verlagsgeschäftsführer in Nordrhein-Westfalen bei der Funke Mediengruppe werden, hat sich aber «aus familiären Gründen» zurückgezogen und bleibt noch bis Ende Jahr bei der BaZ. Er bleibt VR-Präsident bei der BaZ Holding und bei der BZM.

Roger Berger, der seit Juni 2012 die Unternehmenskommunikation bei den Basler Zeitung Medien leitet, verlässt ebenfalls das Verlagshaus, bei dem er seit 26 Jahren gearbeitet hat. Nun sei die Sanierung der Basler Zeitung Medien abgeschlossen und die Geschäftsführung habe sich entschlossen, den separaten Bereich der Unternehmenskommunikation aufzuheben, «auf Grund des vereinfachten Geschäftsmodells, demzufolge man nunmehr «allfällige Anliegen» direkt über die jeweiligen Verantwortlichen beantworten lassen kann. kleinreport.ch

Blocher, Bollmann, Somm: die BaZ ist«restrukturiert»

Laut Medienmitteilung der BZM und NBZM sind die bisherigen Verwaltungsräte Christoph Buser, Urs Gribi, Christoph Häring, Dr. Adriana Ospel-Bodmer, Karl Schweizer und Peter Wyss verabschiedet worden. Filippo Leutenegger scheidet infolge seines neuen Amts als Zürcher Stadtrat aus. Neu setzt sich der VR nunmehr aus Chef Bollmann, Redaktor und Verleger Somm und Blocher (als «Vertreter der Aktionäre») zusammen.

Die gleichzeitig mitgeteilte Installation von Markus Somm als Verleger und Redaktor in Personalunion unterstreicht die Mutation des Blattes zum publizistisch verbrämten Sprachrohr des Aktionariats.

Urs Buess verlässt die Tageswoche

Wie die Tageswoche mitteilt, verlässt der frühere Co-Chefredaktor der TW das Unternehmen «in gegenseitigem Einverständnis». Mitteilung im TW-Blog und Leserkommentare.

Schnitzelbängg 2014

S git d BaZ jetzt au in verdichteter Form.
I find zwoor d Verdichtig nooni enorm.
Vom Inhalt häär, hätt doch die BaZ
Logger uff ere Briefmargge blatz.
Bildsteerig

Was dr Somm in d BaZ schrybt isch e Übel!
Und was dr Bahnert in d BaZ schrybt gheert in Kübel!
Vom Schrybstil här, khasch als gebildets Wääse,
in dr BaZ nur no d Todes-Aazeige lääse!
Die Antiquierte

Y glaub nit, dass dä Zürcher Chefredaggder paggt.
Jetz gits doch neuerdings dä Schyssdrägg no «kompakt».
De frogsch di scho, werum sii s dreimoll uusegänn,
wo miir doch numme zwäimoll Kehricht­Abfuehr hänn.
Die Antiquierte

Mir hänn dr Fleischesluscht au abgschwöört und ernäären uns vegan.
Vo Kicherärbse-Linse-Gschlabber am ne Schnitzel us Saitan
Und lääse nur no d BaZ, do sinn mer konsequänt und zwar komplett,
Well dort kei einzigen Artikel Fleisch am Knoche het
Die Aabrennte

Die halb Tageswuchen-Ufflaag lyggt an Flughäfe schyyns uff,
«Dasch en Alte», meint dodruff dr Markus Somm e bitzli muff.
D Swiss persönlig heig sich vo dr BaZ zääduusig Stügg lo koo,
Me heig sy gfaltet und erfolgryych als Kotzgüggli gnoo.
Die Aabrennte

Der Kapitään Blocher,
Sii, dä mues me loobe,
wenn d «BaZ» schreeg im Wasser ligt,
no blybt är doobe,
nimmts Rueder in d Finger,
machts sälber, s goot ringer,
d«BaZ» isch grettet, sait är. Doll.
Sunsch sait är immer, s Boot syg voll.
s Schunggebegräbnis

S Mirjam vom Läggerli-Huus
waiss nümm yy und waiss nümm us.
As darf bald kaini Waggis me zum schaffen importiere.
Zur Stroof mues jetzt de Bappi halt der Gutzidaigg go riere.
Stächpalme

«So schadet die BaZ dem Journalismus»

In einem Artikel setzt sich Philipp Cueni mit der BaZ-Kampagne gegen Hanspeter Wessels auseinander. Er wollte «wissen, wie die Zeitung diese Vorwürfe belege. Und warum sie jene Aussagen, welche gemäss der Faktenlage offensichtlich falsch sind, nie berichtigt habe. Wir haben nochmals nachgefragt, was denn aus Optik der Redaktion an den Vorwürfen stimme und was nicht. Die Antwort: „Kein Kommentar.» EDITO+Klartext, 1.3.14

Patrick Marcolli geht zu Herzog & de Meuron

Laut einer Meldung der Schweiz am Sonntag wird der Berliner Korrespondent der BaZ Kommunikationsberater beim Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron.

Neue BaZ-Ressortleiter für Feuilleton und Basel-Stadt angekündigt

Die BaZ meldet kommende Umbesetzungen in ihrer Redaktion: Raphael Suter, Chef des Ressorts Basel-Stadt, wird neu die Leitung des Feuilletons der BaZ übernehmen. Seine Nachfolge als Lokalchefin: Nina Jecker, die früher bei der BaZ tätig war und von «20 Minuten» in Zürich nach Basel zurückgeholt wird. Der bisherige Feuilletonchef Christoph Heim möchte sich «wieder vermehrt als Autor einen Namen machen». (Quelle: kleinreport.ch)

Birkhäuser ist verkauft

Die in der Verpackungsbranche tätige Schelling AG übernimmt die Birkhäuser+GBC AG, die bisher zur National Zeitung und Basler Nachrichten AG gehörte, zu hundert Prozent. Birkhäuser soll am Standort Reinach BL weitergeführt und alle Mitarbeitenden sollen übernommen werden. Communiqué (PDF)

«Freundeskreis Le Temps»

In Genf ist ein Freundeskreis der Tageszeitung Le Temps gegründet worden. Dutzende Westschweizer Persönlichkeiten aus dem ökonomischen, kulturellen , politischen, universitären und journalistischen Bereich stehen hinter der Initiative. Präsidiert wird der Zusammenschluss von Le Temps-Unterstützern vom Juristen und liberalen früheren Staatsrat Olivier Vodoz und vom ehemaligen Staatssekretär Charles Kleiber.

«Die Mitglieder des Kreises sind verbunden durch ihr Interesse an der Zukunft und der Entwicklung von Le Temps», heisst es weiter. Die Zeitung, die die ihre Eigentümer Ringier und Tamedia verkaufen wollen, spiele eine äusserst wichtige Rolle für die Romandie, sie fördere den Gedankenaustausch zwischen den Regionen und habe eine wichtige Bedeutung für das ökonomische und kulturelle Geschehen. «Der Fortbestand und die Unabhängigkeit von Le Temps müssen abgesichert werden», schreiben sie. Die Romandie habe genügend Mittel, um den Titel zurückzuholen, die Kompetenzen ihn zu führen und sein Print- und Onlinepublikum auszubauen, schreibt der Kreis im Communiqué. (Quellen: kleinreport.ch; www.amisdutemps.ch)

Was war die BaZ?

In einem Brief an den waltenden Chefredaktor Somm fragt ein früher während 20 Jahren bei der BaZ tätiger Lokal-, Inland-, Wirtschaftsredaktor und Auslandkorrespondent: Was will die BaZ? Was war die BaZ?
Eine sorgfältige Analyse, die hier in der Rubrik Beiträge gelesen werden kann. Sie reagiert wie verschiedene Leserbriefe (8.1.13) auf Somms programmatischen Artikel vom 4.1.2013 zum Thema «Die liebste verhasste – die beste und schlechteste Zeitung von Basel», den dieser für ein «Weissbuch» des Verbands Schweizer Presse verfasst hat.

Samstagsreden

Zu den «Samstagsreden des Markus Somm» hat der frühere BaZ-Redaktor Christian Mensch (in: Schweiz am Sonntag) lesenswerte Überlegungen publiziert, die wir hier zur Lektüre empfehlen möchten.

Vogel Gryff geht an Kleinbasler Genossenschaft

Die BaZ verkauft die Kleinbasler Zeitung «Vogel Gryff» an die Genossenschaft «Neue Kleinbasler Medien», die auch das «Magazin Basler Weihnacht» übernimmt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mehr bei onlinereports.ch...

Presserat schützt Beschwerde gegen islamfeidliche BaZ-Artikel

«Die ‹Basler Zeitung› hat mit der Veröffentlichung des Artikels ‹Die unfreiwilligen Märtyrer des 21. Jahrhunderts› (Printausgabe vom 28. März 2013) respektive ‹Alle fünf Minuten wird ein Christ ermordet› (am 29. März 2013 auf ‹Basler Zeitung Online› veröffentlicht) die Ziffern 3 (Quellen), 5 (Berichtigung) und 8 (Diskriminierung) der ‹Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten› verletzt.» Text des Presserats-Entscheids | Zusammenfassung

Blocher jetzt im Verwaltungsrat der BaZ

Seit dem 7. November 2013 sitzt der Herrliberger Milliardär, wie früher schon angekündigt, im Verwaltungsrat der BaZ Holding. Diese gehört zu 80 % der Medienvielfalt Holding des Unternehmers Tito Tettamanti und seit Anfang Juli zu 20 % Blochers Robinvest. Die Robinvest übernahm ausserdem Darlehen in der Höhe von 40 Millionen Franken, welche die Medienvielfalt Holding der BaZ Holding gewährt hat.

Die BaZ plant Tabloid-Ausgabe

Wie Rainer Stadler (NZZ) , der nunmehr einzig verbliebene vollamtliche Medienredaktor der Schweizer Presse berichtet: «Der Verlag der Basler Zeitung reagiert auf die Kundenverluste und die Konkurrenz durch die AZ-Medien und die Tageswoche: Er will ab Februar 2014 auch eine Zeitung im Tabloid-Format herausgeben.» Das neue Produkt BaZ Kompakt soll wöchentlich dreimal erscheinen. Mehr bei der NZZ...

Gezänk um Werbemittelforschungszahlen

BaZ-Hausjurist Martin Wagner greift in seiner eigenen Zeitung den BZ-Verleger Peter Wanner an (25.10.13). Er habe die Auflagezahlen der BaZ «mit falschen Aussagen schlechtgeredet». «Ein unterirdischer Artikel, der x-mal Falschaussage schreibt und keine einzige Richtigstellung gibt. Informationsgehalt Null» schreibt ein Kommentator auf bazonline.

Der Autor des vom BaZ-Juristen W. zitierten Artikels in medienwoche.ch, Markus Knöpfli, distanziert sich per Leserbrief von dessen Interpretationen: «Peter Wanner hat zwar tatsächlich falsche Auflagenzahlen verbreitet, doch es schleckt keine Geiss weg, dass die BaZ sowohl im Leser- als auch im Werbemarkt grosse Probleme hat. Rund 20 000 Abos weniger in nur drei Jahren – das ist schliesslich kein Pappenstiel. Und Martin Wagner hat als ehemaliger BaZ-Verleger seinen traurigen Anteil daran.» (BaZ 26.10.2013).Mehr bei onlinereports.ch

Thomas Dähler geht zur BaZ

Thomas Dähler, der Chefredaktor der Basellandschaftlichen Zeitung (bz), wechselt auf Anfang August zur BaZ, wie onlinereports.ch meldet. Er sei bei der BaZ als Autor für das Baselbiet unter Vertrag genommen worden sei. Die Kündigung seiner Stelle als BZ-Chefredaktor war schon Ende Februar bekannt geworden. Dähler machte damals «persönliche Gründe» für seine Trennung geltend. Mehr über die Hintergründe bei www.onlinereports.ch.

Die Basler Medienlandschaft: Quo vadis?

Ausgehend von zwei neuen Publikationen zur Geschichte der «Basler Zeitung» sprachen am 29. April 2013 Verleger, Macher und Manager verschiedener Basler Medien an einem Podium über die heutige Medienlandschaft in Basel und über Entwicklungsmöglichkeiten, Potentiale und Visionen. Es wirkten mit: Rolf Bollmann, CEO Basler Zeitung; Urs Buess, Co-Chefredaktor TagesWoche; Moritz Conzelmann, Chefredaktor Radio Basilisk; Mirjam Jauslin, stv. Chefredaktorin Telebasel; Dieter Kohler, Leiter SRF-Regionalredaktion Basel-Stadt/Baselland; Christian Mensch, Autor von «Enteignete Zeitung?» (Schwabe Verlag Basel) und Leiter des Basler «Sonntag»; Dr. Walter Rüegg, Herausgeber von «Herausgefordert» (Christoph Merian Verlag), Publizist, ehemaliger Direktor von Schweizer Radio DRS; Peter Wanner, Verleger AZ Medien AG. Das Podium moderierte Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Basel.

Medienecho: www.persoenlich.com |

bz-Verleger Peter Wanner zum Basler Engagement

In der AZ vom 11. April lässt sich deren Verleger zur aktuellen Lage seiner Medien interviewen: «Mit dem Engagement in Basel bin ich sehr zufrieden. Unsere Auflage steigt kontinuierlich, während die der «Basler Zeitung» sinkt. Bei uns sind es mittlerweile bald 26000 Exemplare verkaufte Auflage, also plus 6000, während die Druckauflage der BaZ gemäss verlässlichen Quellen auf unter 50000 gefallen ist und die abonnierte Auflage in der Region sich dem Vernehmen nach der 40000er- Marke nähert. Unser Ziel für die bz liegt bei 30000 – das ist realistisch.» – Diese Zahlen bezeichnet BaZ-CEO Bollmann, der sich fürs Newsnet von seinem stellvertretenden Chefredaktor Thommen interviewen lässt, als «Falschaussagen». Die BaZ habe zur Zeit 60'563 Abonnenten. (Anm. RB: Beglaubigte Abonnentenzahl Juni 2012 laut WEMF: 62'707.) – Mehr auch bei Online-Reports.

Islamhass in der BaZ

Am 29. März veröffentlichte die BaZ einen Artikel von Thomas Wehrli: «Alle fünf Minuten wird ein Christ ermordet», mit Zitaten u.a. aus dem Blog des Heilbronner Rechtspopulisten «Michael Mannheimer», der in Deutschland wegen Volksverhetzung vor Gericht steht. Während der Tages-Anzeiger und der Bund den Artikel gelöscht haben, steht die BaZ offensichtlich nach wie vor zum hetzerischen Artikel ihres stellvertretenden Politikchefs. Analysen des Artikels und seines Hintergrunds finden sich mit weiteren Verweisen ua. unter publikative.org


Motion Jans zur Medientransparenz knapp abgelehnt

Parlamentsmitglieder müssen Beteiligungen an Medienunternehmen weiterhin nicht offenlegen. Der Nationalrat lehnte am Freitag mit 88 zu 79 Stimmen die Motion von Beat Jans ab, mit der er verlangte, dass Mitglieder des Parlamentes offenlegen, wenn sie durch Besitz oder Mandat Einfluss auf Medien nehmen. Protokoll Nationalrat | Mehr: siehe NZZ,

BZM «entlässt» Vogel-Gryff-Verwaltungsräte

Die Basler Zeitung Medien, Eigentümerin des Kleinbasler Anzeigers «Vogel Gryff», trennt sich von dessen Verwaltungsräten Roland Vögtli (Präsident), Peter Winiker und Elio Tomasetti. Dies, obwohl diese noch bis Ende Juni 2013 gewählt sind. Begründet wird die Absetzung laut Vögtli: Man wolle sich von externen VR-Mitgliedern trennen. Mehr in der bz vom 18. März...

CEO Bollman zur Zukunft der BaZ

In einem Gespräch mit Francesco Benini bestätigt der BaZ-Chef Bollmann in der NZZ am Sonntag: »Die Auflage der BaZ ist im Jahr 2012 um über 10 Prozent zurückgegangen.«

»Es gibt sicher Leute, die ein anderes Gedankengut haben als Herr Blocher und welche die «Basler Zeitung» abbestellten, weil Herr Blocher in das Medienunternehmen involviert ist. Ich denke, dieser Prozess ist nun abgeschlossen.« –  Einiges deute darauf hin, dass »wir dieses Jahr die Talsohle erreichen und zumindest eine Stabilisierung der Auflage eintritt.» –»Wie wir den Trend brechen, bleibt mein Geheimnis. ... Ich habe einen Plan, den ich zu gegebener Zeit bekanntgebe. Klar scheint mir, dass etwas passieren muss.«

Die BaZ solle eigenständig bleiben, doch die Kooperation mit Tamedia sei »für uns im Werbemarkt von zentraler Bedeutung. Wirtschaftlich spielt die Musik im sogenannten goldenen Dreieck Zürich, Bern und Basel. Nur wenn man im Werbemarkt die drei grössten Ballungs- und Wirtschaftsregionen der Deutschschweiz im Paket anbieten kann, kommt man auf die notwendige Marktkraft. Die BaZ kann ohne Nutzung von Synergien wirtschaftlich keine vernünftige Rendite mehr erzielen. Deshalb schliesse ich nicht aus, dass wir noch weitere Kooperationen mit Tamedia oder anderen Partnern eingehen.« (NZZ am Sonntag vom 3.März 2013)

Blocher und der «Tagi»

Ein Artikel im SONNTAG vom 16.2.2013 beleuchtet die Beziehungen zwischen Christoph Blocher und der Tamedia. Es scheint, dass der Milliardär versucht, auch Einfluss auf den Tages-Anzeiger zu gewinnen. Lesen...

BaZ-Drucker stimmen Sozialplan zu

Die Angestellten der BaZ-Druckerei haben einem revidierten Sozialplan, der von der Unternehmensleitung vorgelegt wurde, zugestimmt. Die Drucker hätten das Angebot allerdings «mit der Faust im Sack» unterzeichnet, wie die Syndicom am Mittwochabend mitteilte. Der Warnstreik habe erreicht, dass eine breite Öffentlichkeit erfahren habe, wie knausrig und arrogant die BaZ-Besitzer und ihre Stellvertreter mit dem Personal umgegangen seien. Die Drucker hatten pro geleistetes Dienstjahr eine Entschädigung von 1 000 Franken verlangt, stattdessen erhalten sie nun 400 Franken pro Jahr. Quellen: kleinreport.ch | TagesWoche | syndicom.ch

BaZ-Drucker streiken

Wie wir in unserem Newsletter bekanntmachten, sind die Drucker der BaZ am Sonntag um 23 Uhr in den Streik getreten. Mehr: www.tageswoche.ch, www.syndicom.ch, onlinereports.ch, Depeschenagentur, Regionaljournal. – Der Streik wurde um 6 Uhr beendet; die Belegschaft setzt ein Ultimatum bis Dienstagabend für einen akzeptablen Sozialplan.

Laut syndicom hat die Geschäftsleitung den Druck der BaZ an die Tamedia ausgelagert; die Druckvorlage-Daten seien seit einiger Zeit schon jeweils bei anderen Druckereien deponiert worden. Der Druck der Coop-Zeitung, von der eine Teilauflage in Basel gedruckt wird, wurde erst nach Streikende angegangen, hier werde es zu Verzögerungen kommen.

Die Gewerkschaft syndicom hat eine Petition lanciert, die online unterschrieben werden kann. Unterschriftenbögen können auch hier heruntergeladen werden.

BaZ schliesst die Druckerei

Die Gewerkschaft Syndicom scheiterte mit ihrer Bemühung, die Frist um zwei Monate zu verlängern, um eine anderweitige Lösung zu finden. Laut einem Bericht in der bzBasel lehnte die Unternehmensleitung der Basler Zeitung Medien (BZM) diesen Vorschlag ab. Die nun definitiv beschlossene Schliessung kostet 72 Personen die Stelle, elf werden pensioniert und zehn Mitarbeitern und drei Lehrlingen wurde eine Stelle im Zürcher Tamedia-Druckzentrum angeboten.

Unterdessen machte laut einem Bericht in der Aaargauer Zeitung ein Druckereimitarbeiter bekannt, dass die Druckerei zu 56% ausgelastet gewesen sei, nicht zu 23%, wie die BZM behauptet, und dass CEO Bollman die wirklichen Zahlen kannte. «Bollmann wurde geholt, um die Druckerei zu schliessen.» Bereits im letzten Frühling habe sich das Management nicht mehr richtig um Druckaufträge bemüht. Für das Personal sei das hart gewesen.

Frühere Pressestimmen zur Schliessung:TagesWoche | 20 Minuten online | Guy Krneta: Audiobeitrag bei Journal B

Die BaZ und die Unschuldsvermutung

Über einen Fall von Vorverurteilung eines im Prozess freigesprochenen Angeklagten durch die BaZ, das Schweigen der Justiz und das skandalöse Verharmlosen eines klaren Verstosses gegen die Presseethik durch den BaZ-Anwalt Martin Wagner berichtet Philipp Cueni (2.1.2013, infosperber.ch) in einem ausführlichen Text.

«In der Basler Zeitung wird am 29. März mit 3373 Zeichen und einem grösseren Bild über einen Fall berichtet, zu welchem am gleichen Tag der Prozess stattfindet. Wie das die Basler Gerichtsordnung ermöglicht, konnte der am Gericht akkreditierte Journalist Mischa Hauswirth (BaZ) vorgängig zum Prozess Einsicht in die Anklageschrift nehmen. Ohne den Prozess abzuwarten, nutzt Hauswirth die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft zu einem Text, der auf eine Vorverurteilung hinausläuft: «21-Jährige in einer Bar vergewaltigt» titelt die BaZ, ‹Heute beginnt der Prozess vor dem Strafgericht gegen einen 30-jährigen Türken› steht im Lead. Dann schildert Hauswirth den Tathergang gemäss der Anklageschrift bis in Details. Die Beschreibung vermittelt dem Leser den Eindruck, die Tat wie beim TV-Krimi selbst zu beobachten. Im Text gibt es keine Zweifel, dass die Tat so stattgefunden habe und der Täter schuldig sei.» [...]

«Am Prozess selbst ist Mischa Hauswirth nicht anwesend und auch kein anderer Gerichtsberichterstatter der Basler Zeitung. Der Prozess endet mit einem Freispruch. Die Basler Zeitung vermeldet diesen am Folgetag in einer klein aufgemachten Kurzmeldung von 450 Zeichen: «Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung». [...]

Über die Argumente am Prozess erfährt die Leserschaft nichts, auch nicht zum hier wichtigen Element, warum sogar die klagende Staatsanwaltschaft entgegen der Anklageschrift schliesslich auf Freispruch plädierte. In der Öffentlichkeit läuft eine solche Berichterstattung auf eine Vorverurteilung und von der Wirkung sogar auf eine Verurteilung des Angeklagten hinaus.»

Artikel lesen...

Entgleisungen von Bollmann und der BaZ

Der neue Chef der BaZ hat vor kurzem im Magazin «Persönlich» Blochers medialem Steigbügelhalter Ackeret ein unflätiges Interview gegeben, in dem er generell die Journalisten beschimpft (Zitate bei kleinreport.ch). Nun hat sich seine Zeitung mit einer üblen Boulevard-Attacke gegen die Basler Regierungsrätin Eva Herzog hervorgetan. Dagegen hat die SP Basel protestiert. Chefredaktor Urs Buess widmet in der TagesWoche diesen Schmuddeligkeiten einen Kommentar in Form eines offenen Briefs an den frühern Fussball-Haudegen. Weitere Reaktionen: Urs P. Gasche auf infosperber.ch | Philipp Cueni in EDITO ONLINE

Eva Herzog hat unterdessen erklärt, keine rechtlichen Schritte einzuleiten. «Die Zivilgesellschaft hat reagiert» und es habe sich gezeigt: «Die Leute wissen genau, wie sie den Artikel einzuordnen haben.» (Der Sonntag/kleinreport.ch)

BaZ ersetzt ihre Sonntagsausgabe mit der «SonntagsZeitung»

Die «Basler Zeitung» stellt ihre Sonntagsausgabe ein. Stattdessen erhalten die Abonnentinnen und Abonnenten ab 3. März die «SonntagsZeitung» aus dem Zürcher Tamedia-Konzern. Mehr bei kleinreport.ch

BaZ will mit Praktikanten überleben

Stelleninserat der BZM: «Die Basler Zeitung sucht per 1. Januar 2013 oder nach Vereinbarung eine Praktikantin oder einen Praktikanten für FotografInnen [sic!]. Wir suchen eine neugierige und zuverlässige Person, für die das Fotografieren mehr als nur ein Hobby ist. Die weiss, wie man eine Geschichte auf einem Bild einfängt. Einen Menschen gut ins Licht rückt und eine Reportage umsetzt. Sie kennen sich in der Region Basel aus und verfolgen das öffentliche Geschehen interessiert. Ihnen fallen kreative Ideen rasch ein. Idealerweise verfügen Sie über Grundkenntnisse in der Bildbearbeitung. Wenn Sie zudem unregelmässige Arbeitszeiten und ein manchmal etwas hektischer Alltag nicht abschreckt, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. [...] Das Praktikum wird mit 1'200 Franken pro Monat entlöhnt.» – Dies nach der Entlassung ihrer Fotografen: ein Kommentar erübrigt sich.

Ein origineller Druckauftrag für die BZM-Druckerei

Für einmal zitieren wir den offenbar alarmierten «Blick»: «Für 950’000 Franken hat die SVP eine eigene, 22 Seiten starke Zeitung produziert, welche morgen in der ganzen Schweiz in die Briefkästen gesteckt wird – auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Das berichtet heute die ‹Basler Zeitung›.
Die Druckerei ebendieser Zeitung hat auch den Auftrag für den Druck des ‹Extrablatts› erhalten – insgesamt 4 Millionen Exemplare! Auf die Deutschschweiz entfallen 2,8 Millionen Zeitungen.
Wer hat die publizistische Grossoffensive der Volkspartei bezahlt? Namen will Parteichef Toni Brunner keine nennen, aber ‹Unternehmerpersönlichkeiten aus der Partei› hätten ihre Schatulle geöffnet, sagt er zur ‹Basler Zeitung›.»

Sollte diese Publikation künftig, wie vermutet wird, periodisch erscheinen, erklärte das zum Teil den Zweck des finanziellen Engagements der Blochers bei den BZM. Der Bericht in der BaZ...

Presse, Demokratie und Meinung

Letzten Freitag veranstaltete die Besitzerin der BaZ, die Medienvielfalt Holding AG, einen geschlossenen Anlass zum Thema «Die Rolle der Medien in der Demokratie». Referenten waren Markus Spillmann, Chefredaktor der NZZ (Zitat: «Das schlimmste, was man einer Redaktion antun kann, ist, ihr nicht zu sagen, wem ihr Unternehmen gehört»), Ruedi Matter, Direktor von Radio und Fernsehen, Roger Köppel, Verleger der «Weltwoche», und Constantin Seibt, der ein ein kritisches Referat zur Presse-Thematik hielt, das im Tages-Anzeiger-Blog nachzulesen ist. Über das merkwürdige Oligarchentreffen berichtete in der TagesWoche Richard Aschinger, der beim Anlass im Zürcher Nobelhotel Baur en Ville auch Matters Kulturchefin Nathalie Wappler gesehen hat.

Leutenegger kaltgestellt?

Laut einem Bericht in der «NZZ am Sonntag» soll Filippo Leutenegger von Blocher kaltgestellt worden sein. Jetzt führe der neue BaZ-Chef Bollmann das operative Geschäft, womit es Leutenegger, wie sich ein BaZ-Sprecher ausdrückte, möglich geworden sei, «seinen zeitlichen Einsatz wie geplant zu reduzieren und auf ein Mass zurückzufahren, das dem eines Verwaltungsratspräsidenten entspricht.» Mehr in der NZZaS...

BaZ: Des «Eigentümers» Strategie

Bei seinem ersten Auftritt vor der Belegschaft der Basler Zeitung (BaZ) nannte Rolf Bollmann, der neue Chef der BaZ Gruppe, überraschend offen Christoph Blocher als den «Eigentümer der BaZ», obwohl diese doch offiziell der Medienvielfalt-Holding Tito Tettamantis und seiner Mitfinanciers gehört. Bollmanns Auftrag sei, die BaZ als selbständige Zeitung fortzuführen, und wenn für die Druckerei in den nächsten drei Monaten keine Lösung gefunden werde, werde sie geschlossen. Dies geht aus einem Bericht der TagesWoche hervor.
Gleiches sagte Blocher selber in einem Interview (nicht online) mit der Sonntags-Zeitung: «Die BaZ ist keine Zeitung, sondern ein notleidender Mischkonzern mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Dazu gehören nicht betriebsnotwendige Liegenschaften, Druckereien, Broker, Werbevermittler für Dritte und vieles mehr. Die Medienvielfalt-Holding will diese noch freie Tageszeitung unabhängig halten. Das Ziel ist eine ‹Basler Zeitung nackt›, nur mit Redaktion und unabhängigem Verlag.»

Interessante Zahlen zum einjährigen Bestehen der «TagesWoche»

Nach einem Jahr produziert die TagesWoche heute 22 500 beglaubigte Exemplare, davon gehen 18 000 an Abonnenten und über 3000 werden im Einzelhandel verkauft. Sie pflegt engagiert das Bild und hat neuerdings diesen Bereich von zwei auf drei Stellen ausgebaut. «Während andere Zeitungen die Bildredaktion abschaffen, sind wir von der Wichtigkeit der Bildarbeit absolut überzeugt» berichtet Co-Chefredaktor Leupin gegenüber kleinreport.ch. «Nach einem Jahr sind wir mit unseren Texten qualitativ da angekommen, wo wir hinwollten – und wir wollen auch hier noch zulegen.» Das Wochenblatt mit ausgebauter Online-Redaktion (ihre «community» zählt gegen 6000 Teilnehmer) beschäftigt heute 38 Leute; von ihnen sind 21 journalistisch tätig. Die guten Auflagenzahlen ermutigen sie, künftig mehr in die Anzeigenakquisition zu investieren, denn die Zeitung arbeitet noch nicht rentabel.

BZM bauen 25 Stellen ab

Um «sich zukünftig auf das Kerngeschäft zu konzentrieren» baut der Verlag der BaZ, die Basler Zeitung Medien (BZM), im Bereich seiner Tochterunternehmen 25 Stellen ab. «Dabei werden Kündigungen in einzelnen Bereichen nicht zu vermeiden sein.» Mehr bei onlinereports.ch

Neues rund um die BaZ

Nachdem vor kurzem bekannt wurde, dass Blocher und seine Tochter die BaZ-Liegenschaften am Äschenplatz und an der Hochbergerstrasse gekauft hat, um dem Unternehmen liquide Mittel zuzuführen, wird jetzt über die mögliche Schliessung der Druckerei spekuliert.
Vergangene Woche kündigte Markus Somm, wie onlinereports.ch meldete, allen Teilzeitfotografen, um neue Bedingungen zu oktroyieren: die Fotografen sollen u.a. die Nutzungsrechte an ihren Bildern für die Dauer von zwölf Monaten an die «Basler Zeitungen» abtreten und für eine Tagespauschale arbeiten. impressum und syndicom unterstützen die betroffenen Mitglieder und fordern von der BaZ, mit den Sozialpartnern über einen angemessenen Sozialplan zu verhandeln. Die BaZ ist dazu durch die Mindeststandards des Verbands Schweizer Medien verpflichtet (Art.16 der Mindeststandards.)

Petition «Medientransparenz» im NR abgelehnt

Die Petition von Kunst+Politik / Rettet Basel zur Offenlegung der Eigentumsverhältnisse an Medienunternehmen wurde am 28.9.2012 im Nationalrat behandelt. Eine Minderheit der Staatspolitischen Kommission hatte verlangt, daraus einen Kommissions­vorstoss oder eine Kommissionsinitiative auszuarbeiten. Dieser Antrag wurde von 70 National­rätinnen und Nationalräten unterstützt. Doch folgten 115 Stimmen der Mehrheit der Kommission, die beantragt hatte, der Petition keine Folge zu geben.
In der Kommission sass u.a. auch Nationalrat Christoph Blocher, der die Basler Bevölkerung mit dem Verschleiern seiner Besitzverhältnisse an der «Basler Zeitung» anderthalb Jahre lang vorsätzlich getäuscht hatte.

Kunst+Politik / Rettet Basel sind der Meinung, dass Demokratie eine Infrastruktur braucht, welche Informationen unabhängig von den (versteckten) Interessen von Financiers zugänglich macht und gewichtet.

Protokoll des Nationalrats

Namentliches Abstimmungsprotokoll

Bericht der staatspolitischen Kommission, 17. 8. 2012

Presseberichte: Sonntag/bz basel

BaZ setzt auf die Reizthemen «Kriminalität» und «Sicherheit»

«Eine Zeitung hat ihr Thema gefunden», titelt Christian Mensch in «Der Sonntag» vom 23. September 2012. Wie keine andere Schweizer Regionalzeitung setze die «Basler Zeitung» auf Gewalt und die Ängste der Bevölkerung. Dies belege eine wissenschaftliche Auswertung der Universität Zürich.

Die «nackte» Basler Zeitung

Sein Ziel, erkläre Christoph Blocher im kleinen Kreis, sei «die nackte Basler Zeitung», bestehend nur noch aus dem Notwendigsten: Redaktion und Verlag. Die Liegenschaften würden abgestossen, die Zeitungsdruckerei geschlossen. Auf der Redaktion müssten mindestens drei Millionen eingespart werden. Die bezahlte Auflage liege mittlerweile um über 20 000 Exemplare tiefer als beim Kauf der Zeitung. Allein dies seien Mindereinnahmen von sechs Millionen Franken. Doch Blocher entwickle zunehmend einen «Altersstarrsinn». Er wolle «die letzte grössere, unabhängige Zeitung» vor dem Zugriff von Tamedia, NZZ und AZ Medien retten. Deshalb werde er auch in fünf Jahren noch das Sagen bei der BaZ haben. Sein «Ehrgeiz und seine Gesundheit» wirkten «stabil».
Dies alles schreibt einer, der es wissen kann: Kurt W. Zimmermann in der «Weltwoche» vom 13.9.2012.

Zur «Leservermehrung» bei der Basler Zeitung

Nachdem die wemf (AG für Werbemedienforschung) im allgemein tristen Umfeld der Schweizer Pressekrise just bei der BaZ einen kleinen Leser/innen-Zuwachs gemessen hatte, weiss nun der Fachdienst Werbewoche unter dem Titel «Wunderbare Leservermehrung bei der Basler Zeitung» uns erschrockene Laien aufzuklären: «Dieser Zuwachs ist allerdings nicht real, sondern bloss Ergebnis eines legalen «Tricks», mit dem die Baz-Verantwortlichen das Wemf-System geschickt ausnützten.»
Der ausgetretene BAZ-Chef Roland Steffen dementiert jede Absicht; er nennt die Zahl «bloss einen angenehmen Nebeneffekt» infolge der den BaZ-Abonnenten zwangsverschriebenen Sonntagsausgabe. «Die haben wir nur wegen des Angriffs der AZ Medien lanciert und weil sie uns als letzte einigermassen realistische Wachstumsmöglichkeit für die Baz erschien.»
Weitere Details recherchierte unterdessen die Webpublikation onlinereports.ch.

Rolf Bollmann wechselt von Tamedia als CEO zur BaZ-Gruppe

Der Tamedia-Verlagsmann Rolf Bollmann wird per sofort neuer CEO der BaZ-Gruppe. Er soll die eingeleiteten operativen Restrukturierungen der BaZ-Gruppe weiterführen, teilte der Verlag am Montag mit. Neben Roland Steffen verlässt auch Stefan Meili den Verwaltungsrat der National Zeitung und Basler Nachrichten AG und konzentriert sich in der Geschäftsleitung auf seine Funktionen als Finanzchef und Leiter des Unternehmensbereichs «Services». Mehr bei kleinreport.ch; in der NZZ; Werbewoche.

Es rumort weiter bei der BaZ

Über Kündingungen und Entlassungen bei der BaZ weiss die Tageswoche weiteres zu berichten: Der Bildredaktor Bernard Vesco geht, bei den Fotografen und Kolumnen soll gespart werden – Verleger Leutenegger spricht von «Effizienzmassnahmen».

BaZ: Konzernchef geht im Streit

Roland Steffen, der operative Chef der Basler Zeitung Medien, verlässt die Firma per sofort. Steffen sei «auf eigenen Wunsch», aber «im gegenseitigen Einvernehmen» von allen seinen Ämtern als Verwaltungsrat der National Zeitung und Basler Nachrichten AG sowie als Geschäftsführer (CEO) der Basler Zeitung Medien zurückgetreten. Steffen war als Verlagsleiter im Jahr 2005 zur BaZ gestossen. Im Jahr 2010 übernahm er die operative Führung der BZM. Mehr bei onlinereports.ch... Filippo Leutenegger will sich laut kleinreport.ch (Newsletter) zur Angelegenheit erst am Montag äussern.

Neuer Bundeshausredaktor der BaZ

Nachdem mit einer Ausnahme im Juni die ganze Bundeshausredaktion der BaZ gekündigt hatte, wird ab Oktober (neben Christian Mundt, heute Wirtschaftsredaktor des Blattes) der PR-Berater Dominik Feusi das Bundeshausressort betreuen. Mehr bei www.persoenlich.com ...

Gratulation.

Das Team von Rettet Basel freut sich, dass der Schriftsteller Guy Krneta, der Initiator unserer Aktion, mit dem diesjährigen Prix Suisseculture* ausgezeichnet worden ist. Die Jury schreibt: Stets war und ist Guy Krneta kulturpolitisch engagiert, so zum Beispiel bei Kunst+Politik, wo er als Präsident massgeblich die Aktion Rettet Basel verantwortet. Sein Engagement hat öffentliche Wirkung. Krneta ist einer, der hinsteht, sich Debatten stellt und sie selber initiiert. Klug, gradlinig, weltoffen und stets über die eigenen künstlerischen Ambitionen hinaus blickend, ist Krneta eine Ausnahmeerscheinung im Schweizer Kulturbetrieb. – Das Team von RettetBasel! gratuliert herzlich.

* Suisseculture ist der Dachverband der professionellen Kulturschaffenden in der Schweiz. Die Preisverleihung fand am 7. Juli 2012 im Rahmen von Cyclope in Nidau statt.

Matthias Zehnder wird Chefredaktor der «bz Basel»

Matthias Zehnder (45) wird Chefredaktor der «bz Basel». Zehnder, seit 2007 Chefredaktor der «Coopzeitung», übernimmt sein neues Amt per 1. November 2012 und wird für die publizistischen Aktivitäten der «bz Basel», der «bz Basellandschaftlichen Zeitung» sowie der Basler Ausgabe von «Der Sonntag» verantwortlich sein.
Mehr bei kleinreport.ch...


BaZ ersetzt ihre Sonntagsausgabe mit der «SonntagsZeitung»

Die «Basler Zeitung» stellt ihre Sonntagsausgabe ein. Stattdessen erhalten die Abonnentinnen und Abonnenten ab 3. März die «SonntagsZeitung» aus dem Zürcher Tamedia-Konzern. Mehr bei kleinreport.ch

BaZ will mit Praktikanten überleben

Stelleninserat der BZM: «Die Basler Zeitung sucht per 1. Januar 2013 oder nach Vereinbarung eine Praktikantin oder einen Praktikanten für FotografInnen [sic!]. Wir suchen eine neugierige und zuverlässige Person, für die das Fotografieren mehr als nur ein Hobby ist. Die weiss, wie man eine Geschichte auf einem Bild einfängt. Einen Menschen gut ins Licht rückt und eine Reportage umsetzt. Sie kennen sich in der Region Basel aus und verfolgen das öffentliche Geschehen interessiert. Ihnen fallen kreative Ideen rasch ein. Idealerweise verfügen Sie über Grundkenntnisse in der Bildbearbeitung. Wenn Sie zudem unregelmässige Arbeitszeiten und ein manchmal etwas hektischer Alltag nicht abschreckt, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. [...] Das Praktikum wird mit 1'200 Franken pro Monat entlöhnt.» – Dies nach der Entlassung ihrer Fotografen: ein Kommentar erübrigt sich.

Ein origineller Druckauftrag für die BZM-Druckerei

Für einmal zitieren wir den offenbar alarmierten «Blick»: «Für 950’000 Franken hat die SVP eine eigene, 22 Seiten starke Zeitung produziert, welche morgen in der ganzen Schweiz in die Briefkästen gesteckt wird – auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Das berichtet heute die ‹Basler Zeitung›.
Die Druckerei ebendieser Zeitung hat auch den Auftrag für den Druck des ‹Extrablatts› erhalten – insgesamt 4 Millionen Exemplare! Auf die Deutschschweiz entfallen 2,8 Millionen Zeitungen.
Wer hat die publizistische Grossoffensive der Volkspartei bezahlt? Namen will Parteichef Toni Brunner keine nennen, aber ‹Unternehmerpersönlichkeiten aus der Partei› hätten ihre Schatulle geöffnet, sagt er zur ‹Basler Zeitung›.»

Sollte diese Publikation künftig, wie vermutet wird, periodisch erscheinen, erklärte das zum Teil den Zweck des finanziellen Engagements der Blochers bei den BZM. Der Bericht in der BaZ...

Presse, Demokratie und Meinung

Letzten Freitag veranstaltete die Besitzerin der BaZ, die Medienvielfalt Holding AG, einen geschlossenen Anlass zum Thema «Die Rolle der Medien in der Demokratie». Referenten waren Markus Spillmann, Chefredaktor der NZZ (Zitat: «Das schlimmste, was man einer Redaktion antun kann, ist, ihr nicht zu sagen, wem ihr Unternehmen gehört»), Ruedi Matter, Direktor von Radio und Fernsehen, Roger Köppel, Verleger der «Weltwoche», und Constantin Seibt, der ein ein kritisches Referat zur Presse-Thematik hielt, das im Tages-Anzeiger-Blog nachzulesen ist. Über das merkwürdige Oligarchentreffen berichtete in der TagesWoche Richard Aschinger, der beim Anlass im Zürcher Nobelhotel Baur en Ville auch Matters Kulturchefin Nathalie Wappler gesehen hat.

Leutenegger kaltgestellt?

Laut einem Bericht in der «NZZ am Sonntag» soll Filippo Leutenegger von Blocher kaltgestellt worden sein. Jetzt führe der neue BaZ-Chef Bollmann das operative Geschäft, womit es Leutenegger, wie sich ein BaZ-Sprecher ausdrückte, möglich geworden sei, «seinen zeitlichen Einsatz wie geplant zu reduzieren und auf ein Mass zurückzufahren, das dem eines Verwaltungsratspräsidenten entspricht.» Mehr in der NZZaS...

BaZ: Des «Eigentümers» Strategie

Bei seinem ersten Auftritt vor der Belegschaft der Basler Zeitung (BaZ) nannte Rolf Bollmann, der neue Chef der BaZ Gruppe, überraschend offen Christoph Blocher als den «Eigentümer der BaZ», obwohl diese doch offiziell der Medienvielfalt-Holding Tito Tettamantis und seiner Mitfinanciers gehört. Bollmanns Auftrag sei, die BaZ als selbständige Zeitung fortzuführen, und wenn für die Druckerei in den nächsten drei Monaten keine Lösung gefunden werde, werde sie geschlossen. Dies geht aus einem Bericht der TagesWoche hervor.
Gleiches sagte Blocher selber in einem Interview (nicht online) mit der Sonntags-Zeitung: «Die BaZ ist keine Zeitung, sondern ein notleidender Mischkonzern mit mehr als 1000 Mitarbeitern. Dazu gehören nicht betriebsnotwendige Liegenschaften, Druckereien, Broker, Werbevermittler für Dritte und vieles mehr. Die Medienvielfalt-Holding will diese noch freie Tageszeitung unabhängig halten. Das Ziel ist eine ‹Basler Zeitung nackt›, nur mit Redaktion und unabhängigem Verlag.»

Interessante Zahlen zum einjährigen Bestehen der «TagesWoche»

Nach einem Jahr produziert die TagesWoche heute 22 500 beglaubigte Exemplare, davon gehen 18 000 an Abonnenten und über 3000 werden im Einzelhandel verkauft. Sie pflegt engagiert das Bild und hat neuerdings diesen Bereich von zwei auf drei Stellen ausgebaut. «Während andere Zeitungen die Bildredaktion abschaffen, sind wir von der Wichtigkeit der Bildarbeit absolut überzeugt» berichtet Co-Chefredaktor Leupin gegenüber kleinreport.ch. «Nach einem Jahr sind wir mit unseren Texten qualitativ da angekommen, wo wir hinwollten – und wir wollen auch hier noch zulegen.» Das Wochenblatt mit ausgebauter Online-Redaktion (ihre «community» zählt gegen 6000 Teilnehmer) beschäftigt heute 38 Leute; von ihnen sind 21 journalistisch tätig. Die guten Auflagenzahlen ermutigen sie, künftig mehr in die Anzeigenakquisition zu investieren, denn die Zeitung arbeitet noch nicht rentabel.

BZM bauen 25 Stellen ab

Um «sich zukünftig auf das Kerngeschäft zu konzentrieren» baut der Verlag der BaZ, die Basler Zeitung Medien (BZM), im Bereich seiner Tochterunternehmen 25 Stellen ab. «Dabei werden Kündigungen in einzelnen Bereichen nicht zu vermeiden sein.» Mehr bei onlinereports.ch

Neues rund um die BaZ

Nachdem vor kurzem bekannt wurde, dass Blocher und seine Tochter die BaZ-Liegenschaften am Äschenplatz und an der Hochbergerstrasse gekauft hat, um dem Unternehmen liquide Mittel zuzuführen, wird jetzt über die mögliche Schliessung der Druckerei spekuliert.
Vergangene Woche kündigte Markus Somm, wie onlinereports.ch meldete, allen Teilzeitfotografen, um neue Bedingungen zu oktroyieren: die Fotografen sollen u.a. die Nutzungsrechte an ihren Bildern für die Dauer von zwölf Monaten an die «Basler Zeitungen» abtreten und für eine Tagespauschale arbeiten. impressum und syndicom unterstützen die betroffenen Mitglieder und fordern von der BaZ, mit den Sozialpartnern über einen angemessenen Sozialplan zu verhandeln. Die BaZ ist dazu durch die Mindeststandards des Verbands Schweizer Medien verpflichtet (Art.16 der Mindeststandards.)

Petition «Medientransparenz» im NR abgelehnt

Die Petition von Kunst+Politik / Rettet Basel zur Offenlegung der Eigentumsverhältnisse an Medienunternehmen wurde am 28.9.2012 im Nationalrat behandelt. Eine Minderheit der Staatspolitischen Kommission hatte verlangt, daraus einen Kommissions­vorstoss oder eine Kommissionsinitiative auszuarbeiten. Dieser Antrag wurde von 70 National­rätinnen und Nationalräten unterstützt. Doch folgten 115 Stimmen der Mehrheit der Kommission, die beantragt hatte, der Petition keine Folge zu geben.
In der Kommission sass u.a. auch Nationalrat Christoph Blocher, der die Basler Bevölkerung mit dem Verschleiern seiner Besitzverhältnisse an der «Basler Zeitung» anderthalb Jahre lang vorsätzlich getäuscht hatte.

Kunst+Politik / Rettet Basel sind der Meinung, dass Demokratie eine Infrastruktur braucht, welche Informationen unabhängig von den (versteckten) Interessen von Financiers zugänglich macht und gewichtet.

Protokoll des Nationalrats

Namentliches Abstimmungsprotokoll

Bericht der staatspolitischen Kommission, 17. 8. 2012

Presseberichte: Sonntag/bz basel

BaZ setzt auf die Reizthemen «Kriminalität» und «Sicherheit»

«Eine Zeitung hat ihr Thema gefunden», titelt Christian Mensch in «Der Sonntag» vom 23. September 2012. Wie keine andere Schweizer Regionalzeitung setze die «Basler Zeitung» auf Gewalt und die Ängste der Bevölkerung. Dies belege eine wissenschaftliche Auswertung der Universität Zürich.

Die «nackte» Basler Zeitung

Sein Ziel, erkläre Christoph Blocher im kleinen Kreis, sei «die nackte Basler Zeitung», bestehend nur noch aus dem Notwendigsten: Redaktion und Verlag. Die Liegenschaften würden abgestossen, die Zeitungsdruckerei geschlossen. Auf der Redaktion müssten mindestens drei Millionen eingespart werden. Die bezahlte Auflage liege mittlerweile um über 20 000 Exemplare tiefer als beim Kauf der Zeitung. Allein dies seien Mindereinnahmen von sechs Millionen Franken. Doch Blocher entwickle zunehmend einen «Altersstarrsinn». Er wolle «die letzte grössere, unabhängige Zeitung» vor dem Zugriff von Tamedia, NZZ und AZ Medien retten. Deshalb werde er auch in fünf Jahren noch das Sagen bei der BaZ haben. Sein «Ehrgeiz und seine Gesundheit» wirkten «stabil».
Dies alles schreibt einer, der es wissen kann: Kurt W. Zimmermann in der «Weltwoche» vom 13.9.2012.

Zur «Leservermehrung» bei der Basler Zeitung

Nachdem die wemf (AG für Werbemedienforschung) im allgemein tristen Umfeld der Schweizer Pressekrise just bei der BaZ einen kleinen Leser/innen-Zuwachs gemessen hatte, weiss nun der Fachdienst Werbewoche unter dem Titel «Wunderbare Leservermehrung bei der Basler Zeitung» uns erschrockene Laien aufzuklären: «Dieser Zuwachs ist allerdings nicht real, sondern bloss Ergebnis eines legalen «Tricks», mit dem die Baz-Verantwortlichen das Wemf-System geschickt ausnützten.»
Der ausgetretene BAZ-Chef Roland Steffen dementiert jede Absicht; er nennt die Zahl «bloss einen angenehmen Nebeneffekt» infolge der den BaZ-Abonnenten zwangsverschriebenen Sonntagsausgabe. «Die haben wir nur wegen des Angriffs der AZ Medien lanciert und weil sie uns als letzte einigermassen realistische Wachstumsmöglichkeit für die Baz erschien.»
Weitere Details recherchierte unterdessen die Webpublikation onlinereports.ch.

Rolf Bollmann wechselt von Tamedia als CEO zur BaZ-Gruppe

Der Tamedia-Verlagsmann Rolf Bollmann wird per sofort neuer CEO der BaZ-Gruppe. Er soll die eingeleiteten operativen Restrukturierungen der BaZ-Gruppe weiterführen, teilte der Verlag am Montag mit. Neben Roland Steffen verlässt auch Stefan Meili den Verwaltungsrat der National Zeitung und Basler Nachrichten AG und konzentriert sich in der Geschäftsleitung auf seine Funktionen als Finanzchef und Leiter des Unternehmensbereichs «Services». Mehr bei kleinreport.ch; in der NZZ; Werbewoche.

Es rumort weiter bei der BaZ

Über Kündingungen und Entlassungen bei der BaZ weiss die Tageswoche weiteres zu berichten: Der Bildredaktor Bernard Vesco geht, bei den Fotografen und Kolumnen soll gespart werden – Verleger Leutenegger spricht von «Effizienzmassnahmen».

BaZ: Konzernchef geht im Streit

Roland Steffen, der operative Chef der Basler Zeitung Medien, verlässt die Firma per sofort. Steffen sei «auf eigenen Wunsch», aber «im gegenseitigen Einvernehmen» von allen seinen Ämtern als Verwaltungsrat der National Zeitung und Basler Nachrichten AG sowie als Geschäftsführer (CEO) der Basler Zeitung Medien zurückgetreten. Steffen war als Verlagsleiter im Jahr 2005 zur BaZ gestossen. Im Jahr 2010 übernahm er die operative Führung der BZM. Mehr bei onlinereports.ch... Filippo Leutenegger will sich laut kleinreport.ch (Newsletter) zur Angelegenheit erst am Montag äussern.

Neuer Bundeshausredaktor der BaZ

Nachdem mit einer Ausnahme im Juni die ganze Bundeshausredaktion der BaZ gekündigt hatte, wird ab Oktober (neben Christian Mundt, heute Wirtschaftsredaktor des Blattes) der PR-Berater Dominik Feusi das Bundeshausressort betreuen. Mehr bei www.persoenlich.com ...

Gratulation.

Das Team von Rettet Basel freut sich, dass der Schriftsteller Guy Krneta, der Initiator unserer Aktion, mit dem diesjährigen Prix Suisseculture* ausgezeichnet worden ist. Die Jury schreibt: Stets war und ist Guy Krneta kulturpolitisch engagiert, so zum Beispiel bei Kunst+Politik, wo er als Präsident massgeblich die Aktion Rettet Basel verantwortet. Sein Engagement hat öffentliche Wirkung. Krneta ist einer, der hinsteht, sich Debatten stellt und sie selber initiiert. Klug, gradlinig, weltoffen und stets über die eigenen künstlerischen Ambitionen hinaus blickend, ist Krneta eine Ausnahmeerscheinung im Schweizer Kulturbetrieb. – Das Team von RettetBasel! gratuliert herzlich.

* Suisseculture ist der Dachverband der professionellen Kulturschaffenden in der Schweiz. Die Preisverleihung fand am 7. Juli 2012 im Rahmen von Cyclope in Nidau statt.

Matthias Zehnder wird Chefredaktor der «bz Basel»

Matthias Zehnder (45) wird Chefredaktor der «bz Basel». Zehnder, seit 2007 Chefredaktor der «Coopzeitung», übernimmt sein neues Amt per 1. November 2012 und wird für die publizistischen Aktivitäten der «bz Basel», der «bz Basellandschaftlichen Zeitung» sowie der Basler Ausgabe von «Der Sonntag» verantwortlich sein.
Mehr bei kleinreport.ch...

Die Programmzeitung kooperiert neu mit «bz Basel»

Die «bz Basel» und die «bz Basellandschaftliche Zeitung» bauen ihre tägliche Veranstaltungsagenda aus. Zu diesem Zweck sind sie, wie Agenturen melden, eine Zusammenarbeit mit der Basler «Programmzeitung» eingegangen.

5'000 Abonnenten mehr für «Sonntag» und «bz Basel»

Nach der Aussage von AZ-Verleger Peter Wanner haben der «Sonntag» und die «bz Basel» im letzten halben Jahr «ohne grossen Werbeaufwand» rund 5'000 Neuabonnenten dazu gewonnen. Die Abo-Zahlen der «TagesWoche» liegen gemäss Co-Chefredaktor Remo Leupin gegenüber der NZZ derzeit bei rund 10'000. Ausserdem werden gegen 3'000 Exemplare der Zeitung jede Woche am Kiosk verkauft. Dagegen: Seit der Übernahme durch Christoph Blocher hat die «BaZ» gemäss Wemf-Zahlen mindestens 10'000 Abos verloren.

Die BaZ: eine «Non-politically-correct-Zeitung»?

In einem Interview mit «Finanz und Wirtschaft» kommt Investor Tito Tettamanti auch auf die BaZ zu sprechen. Tettamanti wird gefragt: «Sie wollen ja Geld verdienen. Bei der ‹Basler Zeitung› verlieren Sie aber. Ist das ein rein ideologisches Engagement?» – Tettamanti anwortet: «Das ist eine rein persönliche Investition. Wenn Filippo Leutenegger wie bei Jean Frey Erfolg hat, kann man Geld machen.» Tettamanti spekuliert darauf, dass die ‹Basler Zeitung› kraft ihres Namens in Basel nicht zu ersetzen sei: «Zudem kauft die Baslerin die ‹Basler Zeitung›, die Bernerin die ‹Berner Zeitung›. Warren Buffett hat begonnen, in den USA regionale Zeitungen zu kaufen. Zudem haben wir für die Restrukturierung der Druckerei eine Garantie von Herrn Blocher.»
Was Tettamanti einmal mehr nicht sagt, ist, dass die Garantie das ganze Unternehmen betrifft und auch der Kaufkredit im Wesentlichen durch eine Garantie Blochers gedeckt ist.
Auf die Frage, ob er weitere Zeitungen kaufen will, antwortet Tettamanti: «Bringen wir zuerst einmal die ‹Basler Zeitung› auf Vordermann. Ich wäre froh, wenn sich die ‹Basler Zeitung› als ‹Non-politically-correct-Zeitung› profiliert.» Wieso die Baslerin so etwas braucht, bleibt offen.

Ein Buch zur BaZ

«Enteignete Zeitung? Die Geschichte der ‹Basler Zeitung› – ein Lehrstück über den Medienwandel» von Christian Mensch ist ab dem 4.6. im Buchhandel erhältlich. Eine Kritik von Rettet-Basel-Mitglied Alfred Schlienger finden Sie in der «Programmzeitung».

Zanetti verzichtet

Claudio Zanetti, SVP-Kantonsrat und Jurist, verzichtet laut einer Mitteilung der BZM «aus persönlichen Gründen» auf eine USA-Reise als Wahlberichterstatter im Auftrag der BaZ sowie auf die in Aussicht gestellte Festanstellung. «Ich bedaure seinen Entscheid und wünsche ihm alles Gute» lässt sich Markus Somm zu Zanettis Absage zitieren. (TagesWoche 14.5.12)

Weiter im Klartext: weitere Abgänge sollen folgen

Von den 90 Redaktoren bei seinem Stellenantritt hätten nur gerade zwei eine bürgerliche Grundgesinnung gehabt, meinte letzthin der BaZ-Chefredaktor auf eine Publikumsfrage. Somm wolle nun aus der vorher mitte-links positionierten BaZ eine Mitte-rechts-Zeitung machen. Dafür habe er sich bereits von der halben Redaktion getrennt, weitere Abgänge sollen folgen. Er sei sich bewusst, dass er mit diesem Kurs in Basel auch Leser verliere, die Anzahl der gekündigten Abos sei aber nicht dramatisch: «Das nehme ich in Kauf», erklärte Somm: so berichtete das Oltner Tagblatt.

Markus Somm will Redaktionsstatut kündigen

Wie die bz / Aargauer Zeitung schreibt, planen Markus Somm und BaZ-«Sanierer» Filippo Leutenegger das Redaktionsstatut auf Ende Jahr zu kündigen. Damit würde die Belegschaft ihre formellen Mitsprache- und Anhörungsrechte verlieren.
Seit Jahrzehnten garantiere das Statut den Journalisten der BaZ weitreichende Mitbestimmungsrechte bei personellen, publizistischen und finanziellen Entscheiden, die ihre Arbeit direkt betreffen. Somm stosse sich besonders daran, dass er im Vorfeld von Entlassungen die betroffenen Mitarbeiter und deren Ressortleiter frühzeitig anhören müsse. Ausserdem müssten die Mehrheitsbesitzer des Aktienkapitals beziehungsweise der Herausgeber der BaZ die Gesamtredaktion vor Änderungen der Besitzverhältnisse rechtzeitig orientieren. Beim Verkauf der Zeitung im Februar 2010 hatte BaZ-Anwalt Martin Wagner laut bz / Aargauer Zeitung der Familie Hagemann versprochen, das Redaktionsstatut auf jeden Fall beizubehalten.

SVP-Parteisoldat wird BaZ-Bundeshausredaktor

Wie Maurice Thiriet im Tages-Anzeiger mitteilt, soll der frühere Geschäftsführer der Kantonalzürcher SVP und heutige Zürcher Kantonsrat Claudio Zanetti Bundeshausredaktor der BaZ werden. "Das Schlimme ist: Es gibt zu viele Medien, denen es nichts ausmacht, solches Pack zu beschäftigen", hatte Claudio Zanetti, wie Philipp Loser in der Online-Ausgabe der Tageswoche schreibt, am 20. März getwittert. Nun wird er also selber zum Pack bei einem Medium, das keinerlei Anstalten mehr macht zu verbergen, wer es finanziert. Noch zögere Filippo Leutenegger, schreibt der Tages-Anzeiger, die Einstellung zu bestätigen, aus berechtigter Angst vor weiteren Abo-Kündigungen. Die Wahl Zanettis entspreche einem persönlichen Wunsch Markus Somms.
Derweil teilt die BaZ mit : Claudio Zanetti werde „in den kommenden Wochen (...) in die USA reisen, um vom amerikanischen Wahlkampf zu berichten.“ Über seine weitere Tätigkeit für die Basler Zeitung werde „zu gegebener Zeit“ informiert.

«TagesWoche» auf dem Prüfstand

Die «TagesWoche» ist sechs Monate auf dem Basler Zeitungsmarkt. Nun gilt es ernst für das Medienprojekt: Viele Leser, die zum Schnuppern ein Halbjahresabo gekauft haben, müssen sich entscheiden, ob sie die Wochenzeitung auch zum vollen Preis wollen. Klein Report hat bei Co-Chefredaktor Remo Leupin nachgefragt, wie der Umwandlungsprozess läuft und was sich im Onlinebereich tut.

BaZ integriert Sonntagsausgabe ins Basisabonnement

Dass die Sonntagsausgabe ab 1. Juli zum Standard-Abo gehört, hat die BaZ den Abonnierten laut OnlineReports und sda brieflich mitgeteilt. Ein Jahresabo koste künftig 426 statt 389 Franken. Neben der Sonntags-BaZ soll auch ein tabletfähiges ePaper dazu gehören. – Die Werbewoche meldet in einem auch sonst lesenswerten Beitrag, dass nach der Werbeaktion die Druckauflage nurmehr 47'000 Ex. beträgt.

Nationalrat verlangt vom Bundesrat eine Medienpolitik

Nachdem sie die Ablehnung der Motion Staatspolitischen Kommission des NR gemeldet hatte, mußte die Schweizer Depeschenagentur ihren Text eine halbe Stunde später mit der Meldung "Der Nationalrat hat die Motion angenommen. Meldung durchgehend umgeschrieben." korrigieren.
Die TagesWoche hatte die Ente schon verbreitet – Studienbeispiel für das Problem der von keiner Redaktion geprüften, automatisierten Weiterleitung von Agentur-Stoffen («Syndication»): nach aussen sieht es wie eine Leistung aus, in Wirklichkeit ist es keine, oder eben: ein Bärendienst – und hat die Meldung (mit praktischerweise dem gleichen, da zum Vorgang nichts besagenden, Agenturbild!) einfach ersetzt:

Der Nationalrat hat mit 88 gegen 77 Stimmen die Motion seiner Kommission unterstützt, mit der verlangt wird, dass der Bundesrat rasch neue Modelle zur staatlichen Presseförderung vorlegt. Zu hoffen ist, dass auch der Ständerat die Zeichen der Zeit zu lesen versteht.
Wir verlinken auf das Protokoll der NR-Sitzung.

Roger Blum zur Basler Mediensituation

Von der neuen Medienvielfalt profitiere im Moment das Publikum, sagt der emeritierte Medienprofessor Roger Blum in einem Interview mit dem Regionaljournal Basel.

Zeit der Zauderer

Der Bundesrat lehnt – wie zuvor schon ähnliche kulturpolitische Postulate zum Medien- und Urheberrecht – nun auch die Motion «Sicherung der staats- und demokratiepolitischen Funktionen der Medien» der Staatspolitischen Nationalrats-Kommission ab.

Er habe im Juni 2011 den Bericht «Pressevielfalt sichern» verabschiedet und habe damit die Postulate von Nationalrat Hans-Jürg Fehr und der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates erfüllt. Jener Bericht habe ihn zum Schluss geführt, dass «vorab die Medien selbst Wege suchen müssen, um die laufenden Entwicklungen und die damit einhergehenden Schwierigkeiten zu bewältigen.»

Der Bundesrat wolle «deshalb im heutigen Zeitpunkt auf staatliche Massnahmen verzichten»; er sehe eine neue Standortbestimmung spätestens im Jahr 2015 vor. Lesen...

Fasnacht...

bildchen

Die Basler Zeitung und ihre Hinter- und Vordermänner sind auch dieses Jahr wieder beliebtes Fasnachts-Sujet. Während eine Clique der verstorbenen BaZ gedenkt, lässt die andere Dr. Somm-er Aufklärung betreiben..." Mehr...

 

Sonntags-BaZ wird auch unerwünscht zugestellt

Die SKS interveniert
Zu Beginn dieses Jahres häuften sich die Beschwerden von Konsumenten bei der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) in Bezug auf die Zustellung der Sonntagsausgabe der Basler Zeitung. Insbesondere wurde moniert, dass die Zeitung auch in Briefkästen gesteckt wurde, die mit der Beschriftung «Keine BaZ», «keine Gratiszeitungen» etc. versehen sind. Die SKS fordert die Basler Zeitung Medien auf, künftig die entsprechenden Kleber/Aufschriften an den Briefkästen zu respektieren. Ganze Medienmitteilung...

«TagesWoche» – ein erstes Fazit bei Klein-Report

«Vier Monate TagesWoche – Wie läuft es beim Medienprojekt, das angetreten ist mit dem Anspruch, die Medienvielfalt in Basel zu retten und die Vorteile von Online und Print unter einen Hut zu bringen?» Lesen...

Übergabe der Petition zur Medientransparenz in Bern

2435 Unterschriften wurden zu Handen der Kommission für Rechtsfragen der Eidg. Räte in Empfang genommen

Am Montag, 6. Februar überreichte eine kleine Delegation von Schriftstellern und Kulturschaffenden in Bern die Petition ans Parlament. Details, Medienmitteilung, Presseschau (Reaktionen)

Unterstützer spazieren durch Basel

MusterAn den Sonntagen 29. Januar und 5. Februar machten Unterstützerinnen und Unterstützer Spaziergänge in Basel und dokumentierten das Littering der Verteiler der Sonntags-BaZ an unerwünschten Orten. «Wir bekommen nach wie vor jeden Freitag und Sonntag die BaZ – trotz Aufkleber. Das nervt!» – so und ähnlich lauten die zahlreichen Rückmeldungen, die wir erhalten haben. Mehr...

Strafanzeige?

«Basler Zeitung» droht «Rettet Basel» mit Strafanzeige, schreibt OnlineReports (Link).

Wir bestätigen, am Montag per Einschreiben einen Brief des alt-neuen Konzernanwalts Martin Wagner erhalten zu haben. Wagner schreibt: «Sie dürfen keine Zeitungen entwenden, diese vernichten und in die Redaktionsräumlichkeiten eindringen, um Filmaufnahmen von unseren Mitarbeitern zu machen. Vorgänge, wie sie am 15. Januar 2012 nachweisbar stattfanden, werden wir inskünftig mit Strafanzeige beantworten.»

Die Vorwürfe weisen wir vollumfänglich zurück. Unsere Antwort finden Sie hier:

«Wir erwarten von der BaZ, dass sie sich – statt uns mit Strafanzeigen zu drohen – beim Verteilen ihrer Sonntagsausgabe an die in Basel üblichen, mit der Post verabredeten Regeln hält:

  • Keine Zeitungen in Briefkästen mit Kleber «Keine Werbung!»
  • Keine Zeitungen in Briefkästen mit Kleber «Keine BaZ!»
  • Keine Zeitungen in Hauseingänge, wo kein Zugang zu den Briefkästen besteht. »

Blocher tut sein Möglichstes

«Begreifen Sie, dass ich mein Möglichstes tue, damit die ‹Basler Zeitung› als noch eine der wenigen grösseren Tageszeitungen unabhängig bleiben kann», schreibt Christoph Blocher in der schriftlichen Fassung seiner Albisgüetli-Rede vom letzten Freitag. Man beachte das Präsens.

[2011-12-23]

Martin Wagner wieder im Sold der BaZ

Martin Wagner, der 2010 zehn Monate lang unter Tito Tettamanti Verleger der BaZ war, sei per sofort wieder Konzernanwalt der Basler Zeitung Medien (BZM). BZM-Verwaltungsratspräsident Leutenegger habe Wagner persönlich wieder angeheuert. Dieser sei als Medienrechtler und Kenner des Hauses «die richtige Person für diesen wichtigen Posten», meint das kurze BZM-Communiqué. (sda und Medienmitteilung, www.onlinereports.ch)

Gegen 1000 Baslerinnen und Basler entledigten sich der Sonntags-BaZ

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Bei der im Newsletter angekündigten Aktion von Rettet Basel! haben am 15. Januar über 500 Baslerinnen und Basler unverlangt zugestellte Gratisblätter zusammengetragen. Die über tausend Retouren wurden am Nachmittag gebündelt und von der Elisabethenanlage an den Sitz der BaZ gekarrt.
Video und mehr in der Medienmitteilung...

Parteienallianz gegen die SVPisierung der Presse?

Wie die Sonntags-Zeitung am 15. Januar berichtete, hat FDP-Nationalrat Otto Ineichen letzte Woche am Rande von Kommissionssitzungen Gespräche zwischen den Parteipräsidenten in Gang gebracht, um eine gemeinsame Erklärung zu verfassen, mit der die «Weltwoche» unter Druck gesetzt werden soll, die Besitzverhältnisse und auch allfällige Darlehensbürgschaften offenzulegen.

blozkopf Museumsnacht

An der Basler Museumsnacht vom 13. Januar 2012 zeigten Künstlerinnen und Künstler des Netzwerks Kunst+Politik während sechs Stunden von 18.00 - 24.00 Uhr eine Lichtinstallation am Aeschenplatz. Bilder, Presse und Details ...

BaZ verliert Zeitungsdruck-Auftrag an AZ Medien

Die "Basler Zeitung Medien" (BZM) verlieren einen beachtlichen Zeitungsdruck-Auftrag: Die Gemeindeanzeiger des Basler Reinhardt-Verlags werden neu bei der BaZ-Konkurrenz AZ Medien in Aarau gedruckt. Mehr bei onlinereports.ch...

«bz Basel» erscheint ab dem 18. Januar täglich

Die regionale Tageszeitung «bz Basel» startet am 18. Januar. Bereits jetzt zähle die Zeitung mehrere Hundert Neuabonnenten, teilt der Verlag mit. Mit dem Start der neuen Ausgabe wird auch ein Onlineinformationsportal für die Region Basel aufgeschaltet und die «bz Basel» als digitales E-Paper angeboten.


BLOCHER-TETTAMANTI-BAZ – NICHT MIT UNS !

Demo

Unsere Kundgebung auf dem Theaterplatz am 17.12.2011

Bilder
Tonausschnitte
Die Referenten und Redetexte...


«Der Protest dürfte sogar stärker sein!»

«Viele Leute haben letzte Woche auf unterschiedliche Art gegen diese Entwicklung bei der BaZ protestiert. Gut so – ich meine, der Protest dürfte sogar stärker sein! Viele haben resigniert, das Thema BaZ ist für sie erledigt. Das dagegen beunruhigt mich. Denn immer noch ist die grösste Zeitung Basels ein wichtiger Faktor für die Information und die Meinungsbildung. Und die Zeitung ist zu einem politischen Machtfaktor geworden. Da darf man nicht daran vorbeischauen.» Philipp Cueni, Gastkommentar in der TagesWoche

«1000 Demo-Vollidiote»

Aus der facebook-Wolke: Nicole Scheidegger von der BaZ kommunizierte ausnahmsweise Klartext...

Gegenüber persoenlich.com* erklärte Scheidegger: "Tatsächlich habe ich mich am Samstag in einer ersten Erregung zu einem Kommentar hinreissen lassen, den ich in dieser Form nicht wiederholen würde." Es sei "eine persönliche Aussage und nicht ein offizielles Statement der Basler Zeitung" gewesen.

*) Offenbar der Versuch einer Reinwaschung: Chefredaktor von persoenlich.com ist der notorisch beschäftigte Befrager unseres Gottseibeiuns Blocher auf dessen Webfernsehkanal teleblocher.ch ...

TagesWoche: 500 Neuabonnenten übers Wochenende

Während die "BaZ" auf Grund der Wirren rund um ihre Besitzerschaft laufend Leser verliert, kann die "TagesWoche" stetig zulegen. Sie hat bereits wenige Wochen nach dem Start eine abonnierte Auflage von rund 9'500 Exemplaren. Mehr bei persoenlich.com...

«bz Basel»: AZ Medien lancieren Tageszeitung für Basel und die Agglomeration

Unter dem Titel bz Basel geben die AZ Medien ab Januar 2012 eine unabhängige Tageszeitung für die Stadt und die Agglomeration Basel heraus. Die neue Zeitung ist ein Schwesterblatt der bz Basellandschaftlichen Zeitung. Mehr...

Interesse auch aus dem Norden?

Die Badische Zeitung hat schon mal vorsorglich einen Sektor Lokalausgaben/BASEL eingerichtet, der zur Zeit noch nicht im Menu der Lokalausgaben erscheint.

Die BaZ ist wieder verkauft

Die neu gegründete Aktiengesellschaft »MedienVielfalt Holding« in Zug übernimmt sämtliche Aktien der bisherigen BaZ Holding. Neuer Verwaltungsratspräsident der BaZ istist Filippo Leutenegger.

Zusammenfassender Bericht in der TagesWoche (Richard Aschinger) | WoZ | Süddeutsche Zeitung

Frühere Berichte und Kommentare: bazonline (Tettamanti zu seinem Coup) | Work | NZZ | 20Minuten | kleinreport.ch (mit Details zum Aktionariat) | Roger Köppel (WeWo) zur Rolle Blochers in 20 Minuten

«Rettet Basel! bedankt sich»

(Medienmitteilung von 14.12.2011) «Rettet Basel! bedankt sich herzlich bei Christoph Blocher und Tito Tettamanti. Durch ihr jüngstes Verschleierungsmanöver, den Verkauf der BaZ zurück an Tito Tettamanti, haben sie dafür gesorgt, dass unser ursprünglicher Aufruf wieder einwandfrei aktuell ist. 19'260 Menschen aus der Region Basel haben bisher unterschrieben: „Ich habe genug von Blocher, Somm und Tettamanti. Die Stadt Basel hat eine Tageszeitung verdient, die unabhängig denkt und kein Hebel für die SVPisierung der Schweizer Medienlandschaft ist. Ich bin bereit, meinen Teil dazu beizutragen.“
Ein Jahr lang mussten wir mit dem Makel leben, Tettamanti funktionslos in einem Text mitzuschleppen, der sich ohne Einverständnis von fast 20'000 Menschen nicht ändern liess. Dieser Sorge sind wir nun enthoben. Gerne erinnern wir uns auch an all das Schöne, das Tito Tettamanti nach seinen Abgang über die Region Basel zu sagen wusste.»

Medientransparenz!

Rettet Basel! und Kunst+Politik lancierten schweizweit eine Petition an den Bundesrat
Unterschreiben Sie! www.medientransparenz.ch

Regierungsrat wünscht Transparenz über die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse bei der Basler Zeitung

Bei der Basler Zeitung Medien AG ist weiterhin nicht restlos klar, wie die Eigentumsverhältnisse geregelt sind. Der Regierungsrat fordert, dass rasch Transparenz geschaffen wird. Darüber hinaus verlangt er, dass auch der industrielle Teil des Unternehmens unter Erhalt der bisherigen Arbeitsplätze weitergeführt wird.

Der Regierungsrat ist gemäss der baselstädtischen Verfassung verpflichtet, die Unabhängigkeit und Vielfalt der Information zu unterstützen. Medien erfüllen in einer Demokratie eine wichtige Rolle, indem sie die Meinungsvielfalt abbilden und breiten Kreisen der Bevölkerung ermöglichen, sich eine eigene, unabhängige Meinung zu bilden. Was die Basler Zeitung angeht, ist das nur möglich mit einer raschen Offenlegung der Eigentumsverhältnisse. Der Regierungsrat verlangt weiter, dass auch der industrielle Teil des Unternehmens, das heisst der Druckereibereich, weitergeführt wird. (Medienmitteilung 12.12.11)

SP-Fraktion der Eidg. Räte bereitet Gesetzesentwurf vor

Eine Gruppe in der SP-Fraktion bereitet den Boden für ein Gesetz über Geld und Politik» vor. Kernpunkte sind ein Verbot für Parlamentarier, sich finanziell an relevanten Medien zu beteiligen sowie die Transparenz bei der Parteien- und Kampagnenfinanzierung und die Regulierung von Lobbytätigkeiten.

Zu der Gruppe gehören die SP-Nationalräte Andreas Gross (ZH), Hans-Jürg Fehr (SH) und Beat Jans (BS). Gross sitzt in der Staatspolitischen Kommission und sieht durch die unklaren Interessen- und Abhängigkeitsverhältnisse in Politik und Öffentlichkeit die Demokratie gefährdet. "Die Rolle des Geldes in der Demokratie muss endlich einheitlich geregelt werden", argumentierte Gross gegenüber der "Sonntagszeitung". Deshalb sei ein solches Gesetz überfällig: "Die hiesige Intransparenz in der Politik wäre in jedem Drittweltland der Ausdruck einer Bananenrepublik." (Mehr bei www.persoenlich.com).

Auch in Österreich wurde soeben ein Medientransparenz-Gesetz beschlossen. Mehr bei www.parlament.gv.at .... | Text des Gesetzes (PDF)

Strohweib: die Robinvest AG

Laut Sonntagspresse soll Rahel Blocher den Darlehensvertrag unterschrieben haben. Die jüngste Tochter von Christoph B. ist Geschäftsführerin der von Blocher nach seiner Abwahl aus dem Bundesrat gegründeten Firma Robinvest. Vor einiger Zeit las man ihren Namen, als sie der kränkelnden Schlieremer Film- und TV-Firma Lobster Studios AG unter die Arme griff (NZZ, 4.1.2010).

Siehe die Berichte in der TagesWoche (online) und im Tages-Anzeiger: Gerüchten zufolge besteht ein Plan, eine neue Verlagsholding mit BaZ, Weltwoche und Schaffhauser Nachrichten zu bilden.

Ospel als Strohmann von Strohmann Suter? – «Das Konstrukt wird neu sortiert»

Der Crossair-Gründer und neue «BaZ»-Besitzer Moritz Suter sei nur der verlängerte Arm von Christoph Blocher, berichtet der «Tages-Anzeiger» in seiner Donnerstagausgabe. Bisher hat Blocher Gerüchte stets dementiert, er stecke finanziell hinter dem Kauf der «BaZ»-Holding. Bericht in der NZZ... | kleinreport.ch

Gegenüber der TagesWoche hat Blocher unterdessen seinen Einfluss auf die BaZ eingestanden: «Ja, er habe tatsächlich Einfluss bei der BaZ.» Lesen...

In einer Medienmitteilung fordern die SP Basel-Stadt und RettetBasel! Markus Somm zum Rücktritt auf. Die SP Basel-Stadt fordert, dass Blocher aus dem Nationalrat zurücktritt. Rettet-Basel! verlangt, dass Blocher die Zeitung an eine transparente Besitzerschaft überführt.
Text des Communiqués...

BaZ bald auch am Sonntag

Der Kampf um den Medienplatz Basel kommt in die entscheidende Phase. Die BaZ begegnet der neuen Konkurrenz – TagesWoche, Basler Sonntag und der Grossauflage der bz am Mittwoch – ab 8. Januar 2012mit einer eigenen Sonntagsausgabe. Die Redaktion soll dafür nicht aufgestockt werden. Über die Höhe der Mehrkosten und wer für sie aufkommt – bei einem Unternehmen, das weit über 100 Millionen Franken Schulden hat –, ist nichts zu erfahren.
Der Prahlerei Moritz Suters (im Regionaljournal DRS), die BaZ sei die erste Tageszeitung, die wöchentlich sieben Mal herauskomme, wird in Kommentaren heftig widersprochen: die Südostschweiz, die Neue Luzerner Zeitung, aber auch Le Matin erscheinen teils schon seit Jahren an jedem Wochentag. Quellen: TagesWoche, sda, persoenlich.com

«Hello» bei der BaZ

Moritz Suter, Verleger der «Basler Zeitung», hat nun auch offiziell den Firmensitz seiner «Hello»-Fluggesellschaft vom Flughafen an die Hochbergerstrasse, dem Hauptsitz der BaZ, verlegt. Die Verbindung der zwei Firmen, denen Suter vorsteht, hatte sich allerdings schon längere Zeit aufgedrängt: Just als unbekannte Geldgeber der «Hello» vor ziemlich genau einem Jahr eine dringend notwendige Kapitalerhöhung finanzierten, sprang Suter mit einer Minimaleinlage von einer Million Franken bei der BaZ als Verleger ein. Quelle: «Sonntag», 20.11.2011.

Neues von den BZM

Die Zerlegung des Konzerns «Basler Zeitung Medien» (BZM) schreitet voran, wenn auch nicht im Tempo, das Martin Wagner und Blochers Robinvest gerne angeschlagen hätten. Nachdem im vergangenen März der Zeitungsdruck ausgelagert wurde (www.onlinereports.ch am 2.3.2011), soll nun Birkhäuser umbenannt werden: Statt «Birkhäuser+GBC AG. Ein Unternehmen der Basler Zeitung Medien» heisst das Druckhaus künftig «Birkhäuser+GBC. The Printing Tradition. The Digital Future». Wie viele Entlassungen der damit verbundene Strategiewechsel nach sich zieht, ist noch nicht bekannt. «Wir suchen zwingend den Erfolg am Markt», äussert sich CEO Daniel Merkel, auch Mitglied der BZM-Konzernleitung ist, gegenüber OnlineReports. Die Schäden, welche die intransparente Eigentümerschaft und der demagogische Chefredaktor der Marke «Basler Zeitung» zufügen, haben sich offenbar auch negativ aufs Geschäftsergebnis von Birkhäuser ausgewirkt. Quelle: www.onlinereports.ch

Berner Online Medien

Auch Bern erhält ab Frühjahr seine Online-Zeitung. Die finanziellen Startbedingungen sind bescheidener als jene in Basel. Hinter dem Projekt steht der Verein «Berner Online Medien», der von zahlreichen Kulturschaffenden unterstützt wird. Mittlerweile haben hundert Personen eine Unterstützung von je Fr. 500.- zugesagt, so dass die konkrete Projektarbeit gestartet werden kann. Von der Gründungsversammlung am 1. November im Sous Sol Bern hat Greis ein mp3-Protokoll verfasst, das hier abgerufen werden kann.

Start der TagesWoche!

Morgen Freitag, 28.10. soll – gemäss einer Meldung des „Sonntag“ vom vergangenen Wochenende – die erste Printausgabe der TagesWoche in einer Auflage von 100'000 Exemplaren in Basel verteilt werden. Und bereits heute Donnerstag Abend wird die Online-Ausgabe aufgeschaltet. logoIm Kaffeehaus Mitte kann ab 20.00 Uhr gefeiert werden. Wir freuen uns und sind gespannt. www.tageswoche.ch
Bericht und Interviews im Norddeutschen Rundfunk...

Reaktionen: Regionaljournal BS/BL | Kleinreport.ch | onlinereports.ch | Deutschlandfunk

BZ mit Mittwoch-Grossauflage jetzt auch in Basel

Die Basellandschaftliche Zeitung stösst jetzt auch nach Basel vor: Ab 2. November beliefert sie unter dem Titel "BZ Basel" jeden Mittwoch kostenlos alle bedienbaren Haushalte des Kantons Basel-Stadt. Die BZ wird am Mittwoch schon in einer Grossauflage im Baselbiet verteilt und neu eine Auflage von 137'000 Exemplare haben. Die Redaktion in der Stadt Basel wird verstärkt, die Vermarktungsdienstleistungen werden ausgebaut. Mehr bei onlinereports.ch | kleinreport.ch

Beat Jans: Offener Brief an die BaZ

Der Basler Nationalrat Beat Jans hat unter dem Titel «Die Zeitung ohne Leser?» einen offenen Brief an den BaZ-Besitzer Moritz Suter ggeschrieben, in dem es heisst: «Sie haben die Basler Zeitung übernommen, um sie zu retten. Dafür achten wir Sie. Seither schauen Sie zu, wie ihr Chefredaktor mit seinen Kommentaren grosse Teile der Bevölkerung beleidigt oder vor den Kopf stösst. Mir ist kein Unternehmer bekannt, der unablässig seine Kundschaft verärgert. Diese BaZ hat keine Zukunft. Das wissen Sie selbst. Deshalb sind Sie der Basler Bevölkerung eine Erklärung schuldig.» Zum Text des Briefes...

Wechsel von der BaZ zum «Sonntag»

Valentin Kressler, seit viereinhalb Jahren stellvertretender Leiter des Basel-Stadt-Ressorts, wechselt zum «Sonntag». Kressler, der seit vierzehn Jahren für die BaZ tätig war, verlasse das Blatt nicht wegen Markus Somm; vielmehr reize es ihn, zusammen mit dem «Sonntag»-Team, das in Basel weitgehend aus ehemaligen BaZ-Leuten besteht, einen neuen Bund aufzubauen. (Quelle: onlinereports.ch)

«Goldener Phallus» geht an Markus Somm

Der Chefredaktor der Basler Zeitung ist der grosse Preisträger der dritten Verleihung des goldenen Phallus für sexistische Berichterstattung. Verliehen wird der Preis durch die feministische Organisation dafne (das feministische Netz, Bern), das Grüne Bündnis Stadt Bern und die Junge Alternative JA!

Markus Somm erhält den Preis für seinen Kommentar «Die Blinden» in der Basler Zeitung vom 26. Mai 2011. Darin bezeichnet er die vier Bundesrätinnen als esoterisch und unüberlegt, weil sie den Atomausstieg beschlossen haben. Mit der Preisverleihung wollen die drei Organisationen/Parteien darauf aufmerksam machen, dass Frauen in den Medien als Akteurinnen kaum vorkommen. Nur ein Fünftel der in den Medien dargestellten Personen sind Frauen. Diese werden oft nicht als handelnde Subjekte, sondern im Zusammenhang mit ihren Ehemännern, ihren Chefs oder als Opfer dargestellt.

Rettet Basel! gewinnt vor dem Presserat gegen die Baz-Besitzer

Der Presserat hat unsere Beschwerde nach Offenlegung der Besitzverhältnisse der BaZ gutgeheissen.

«Eine der wichtigsten Aufgaben der Medien ist es», schreibt der Presserat, «Transparenz über gesellschaftliche Akteure und wichtige gesellschaftliche Vorgänge herzustellen. Aufgrund ihrer grossen Bedeutung für eine pluralistische, demokratische Gesellschaft sind die Medien und deren Besitzer selber wichtige gesellschaftliche Akteure. Es erscheint deshalb widersprüchlich, wenn die Forderung nach Transparenz, welche die Medien gegenüber Behörden und Gesellschaft stellen, bei Printmedien nur in eingeschränktem Massstab gelten sollte.»

Unsere Beschwerde wurde von mehr als 1200 Personen unterschrieben. Wir reichten sie gemeinsam mit dem Verein für kritische Mediennutzung Arbus Schweiz sowie mit der Unterstützung der Mediengewerkschaft Syndicom und des früheren BaZ-Redaktoren Timm Eugster ein.

Reaktionen: auf separater Seite...

PRESSERAT FORDERT TRANSPARENZ

«In der Redaktion der ‹Basler Zeitung› und in der Öffentlichkeit bestehen ernstzunehmende, begründete Zweifel daran», schreibt der Presserat, «ob der Verleger Moritz Suter als aktienrechtlicher Eigentümer die ‹Basler Zeitung› auch wirtschaftlich beherrscht. Daher fordert der Presserat die ‹Basler Zeitung Medien› gestützt auf Buchstabe d der ‹Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten› auf, durch geeignete Informationen und Erläuterungen gegenüber Redaktion und Öffentlichkeit Transparenz darüber herzustellen, ob Moritz Suter das Unternehmen auch wirtschaftlich beherrscht oder wer gegebenenfalls im Hintergrund das ‹Sagen› hat.» Und weiter: «Die Forderung nach Offenlegung der direkten und indirekten Beteiligungen an Medienunternehmen ist mit der Medien- und Wirtschaftsfreiheit vereinbar. Medien, deren Aufgabe es ist, Transparenz über gesellschaftliche Akteure und wichtige gesellschaftliche Vorgänge herzustellen, dürfen bei sich selber keinen anderen Massstab anlegen als bei anderen wichtigen gesellschaftlichen Akteuren.»

EINWÄNDE DER BZM VOLLUMFÄNGLICH ZURÜCKGEWIESEN

Der Rechtsvertreter der «Basler Zeitung Medien» (BZM) hatte einerseits versucht, die Legitimation der Beschwerdeführer in Zweifel zu ziehen, was der Presserat klar zurückweist: «Beschwerdeberechtigt ist jedermann [...] ungeachtet einer persönlichen Betroffenheit im konkreten Fall [...]».
Anderseits hatte die Beschwerdegegnerin eingewandt, eine Offenlegungspflicht, die über die Erklärung, Moritz Suter sei alleiniger Besitzer der BZM, hinausginge, würde gegen die verfassungsrechtlich garantierte Medien- und Wirtschaftsfreiheit verstossen. Auch dieser Einwand wird vom Presserat als nicht stichhaltig zurückgewiesen.

Die vollständige Antwort des Presserates finden Sie auf dieser Website als PDF oder als RTF-Dokument.

BaZ hat 14'000 Leserinnen und Leser verloren

Nun gibt es aktuelle beglaubigte Zahlen! Während die meisten deutschschweizer Tageszeitungen, gemäss der neusten Erhebung der Werbemedienforschung (Wemf AG), Leserinnen und Leser dazu gewonnen haben, hat die BaZ im vergangenen Jahr 14'000 (-8 Prozent) verloren. Beinahe täglich erhält Rettet Basel! Kündigungsschreiben von langjährigen Abonnentinnen und Abonnenten weitergeleitet, die sich eine unabhängige Basler Tageszeitung wünschen. Mehr... (6.9.11) – Regionaljournal DRS: BaZ verliert 8 Prozent Leser | Bericht OnlineReports

Wechsel in der BaZ-Redaktion

Die «Basler Zeitung» gibt sich eine neue Führungsstruktur: Der Chefredaktion gehören ab 1. September neben Chefredaktor Markus Somm dessen Stellvertreter David Thommen, Textchef Eugen Sorg und der Chef vom Dienst, Roland Harisberger an. → Bericht der sda.

Peter Wanner kauft »Tele-Züri«

Tele-Zürich wird von Peter Wanner, Verleger der AZ Medien, übernommen. Ebenfalls an die AZ Medien geht TeleBärn. Die Gewerkschaft Medien und Kommuikation Syndicom begrüsst, «dass mit Peter Wanner immerhin ein Verleger mit publizistischem Credo die regionalen TV-Sender kauft und nicht ein Investor mit überrissenen Renditeerwartungen oder gar eine politische Partei mit grosser Kasse». Auch das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM begrüsst, dass Tamedia die beiden Fernsehsender «an ein Unternehmen mit publizistischer Ausrichtung und nicht an politische Kreise» verkauft habe. «Die Arbeitsplatzgarantie bis Ende Juni 2012 ist gut, aber ungenügend». Mit der Konzentration auf nur einen Besitzer sei es aber wichtig, die publizistische Vielfalt der drei Stationen zu regeln. → Interview mit Peter Wanner auf persoenlich.com.

«TagesWoche»

«TagesWoche» heisst die neue Zeitung in Basel, welche täglich online und freitags auch als Printausgabe erscheint. Start ist der 28. Oktober. Wir freuen uns, dass mit der «TagesWoche» die Medienvielfalt in Basel verbessert wird und sich eine unabhängige Stimme unter dem Dach einer Stiftung für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzt.
Mehr unter www.tageswoche.ch | www.kleinreport.ch | Süddeutsche Zeitung

Online-Wochenzeitung startet dieses Jahr

Die neue Online-Wochenzeitung starte am 28. Oktober oder an einem «der ersten Freitage im November» teilt der «Sonntag» am 7.8. mit. «Ob es zu einer Zusammenarbeit (welcher Art auch immer) zwischen der neuen Basler Wochenzeitung und der Basler Ausgabe des ‚Sonntags’ kommen wird, ist vorderhand noch offen», ist ausserdem zu lesen. Den Namen «Der Freitag», der angeblich im Gespräch gewesen sei, habe man mittlerweile fallengelassen. Nächstens würden auch die beiden Sekretärinnen Bea Frefel und Esther Staub ihre Büros beziehen. Sie hätten jahrelang als Herz und Seele der Regionalredaktion der BaZ gegolten.

Weitere Abgänge bei der BaZ

Die Basler Zeitung verliert weitere Redaktoren. Wie der Tagesanzeiger am 30. Juli meldet, wechselt der Leiter des Wirtschaftsressorts Michael Heim zur Basler Redaktion des Sonntag. Auch das Sportressort wird durch Abgänge geschwächt: So wechseln die beiden Betreuer des Dossiers FCB Florian Raz und Christoph Kieslich zur neuen Online-Wochenzeitung, welche Ende Jahr startet. Übrig bleibt in der BaZ für die FCB-Berichterstattung Marcel Rohr, der in Basel immer noch das Image des Blick-Journalisten geniesst, der er früher war.

Die Abgänge bedeuteten für Somm auch eine zusätzliche finanzielle Belastung, da er bei Neubesetzungen den Abzug zur Sanierung der Pensionskasse, die bei der BaZ stark zu Lasten der Arbeitnehmer geht, ausgleichen müsse, schreibt der TA.

Schwer nachzuvollziehen ist die Immobilienstrategie der BaZ: So wurden laut TA Immobilien der Personalvorsorgestiftung an bester Lage zur Erhöhung der Liquidität an die UBS abgestossen. Gleichzeitig kauft nun Moritz Suter (respektive seine sich nicht zu erkennen gebenden  Hinterleute) die Redaktionsräume am Aeschenplatz aus dem Finance Lease der CS zurück.

Also doch Blocher?

Onlinereports meldet: «Aufgrund von Informationen, die OnlineReports vorliegen, scheint jetzt Klarheit darüber zu herrschen, dass SVP-Chefstratege Christoph Blocher den Deal finanziert hat.» Wir fragten nach, doch gibt Peter Knechtli keine Quellen bekannt. Mehr bei onlinereports.ch

Weiterer Abgang von der BaZ

Auch der Kulturredaktor Marc Krebs kehrt der «Basler Zeitung» den Rücken, um künftig für die neue Basler Online- und Wochenzeitung zu schreiben. Mehr bei www.kleinreport.ch

Siebzehn Redaktorinnen und Redaktoren haben somit seit Anfang Januar die BaZ verlassen, unter ihnen Renato Beck, Stefan Boss, Urs Buess, Timm Eugster, Roland Fischer, Claudia Kocher, Marc Krebs, Patrick Künzle, Philipp Loser, Alexander Marzahn, Christian Mensch, Susanna Petrin, Michael Rockenbach, Annette Scharnberg, Ruedi Studer und Benedikt Vogel.

Rätseln über Moritz Suter

Es fragt sich der Tagesanzeiger: «Warum hat Moritz Suter sein Haus der Frau überschrieben? Das Basler Heim an bester Lage gehört seit kurzem ausschliesslich seiner Frau Brigitte. Werden Suters Probleme bei der «Basler Zeitung» zu gross? Oder bei der Airline Hello?» Cf. auch www.onlinereports.ch

Martin Wagner distanziert sich von Blocher und zieht sich aus der «Weltwoche« zurück

Der vormalige Verleger der «Basler Zeitung» tritt als Verwaltungsratspräsident und aus dem Verwaltungsrat der «Weltwoche» zurück, bleibt aber Rechtskonsulent von Köppel. Berichte: NZZ, AZ, TA.
Rainer Stadler, Medienredaktor der NZZ, schliesst seinen Kommentar (11.6., leider nicht online) mit den Bemerkungen: «Da Köppel seit Ende 2006 100 Prozent der Firmenaktien in Händen hat, ist er gleichzeitig Chef des Verwaltungsratspräsidenten. Insofern konnte Wagner gar keinen Einfluss auf Köppel nehmen. Wäre er Präsident geblieben, hätte man das als Zeichen von Pluralismus verkaufen können. Das gerade im Hinblick auf jene Kritiker, die Köppel eine allzu grosse Abhängigkeit vom SVP-Vordenker unterstellen.»

Wagner kritisierte im Vorfeld seiner Kandidatur für den Nationalrat heftig Christoph Blocher und die SVP. Bericht des Tages-Anzeigers, mit Werdegang Wagners... (Reagierte auf den Bericht von Der Sonntag)

«Der Sonntag» lanciert Regionalbund für beide Basel

Ende August startet «Der Sonntag» mit einem Regionalbund für Basel-Stadt und Baselland. Betreut wird das Projekt von Christian Mensch, der von der BaZ (Bundeshausredaktion) zu den Redaktionen des «Sonntag» und der «BZ» wechselt. Gemäss gut informierten Kreisen hat in diesen Tagen auch BaZ-Redaktor Marc Krebs seine Kündigung eingereicht. Quellen: persönlich.com / Radio DRS (26.5.2011) / www.kleinreport.ch

Moritz Suter will Transparenz herstellen

Moritz Suter plant nach Informationen von Onlinereports eine Umfinanzierung der Investition und Transparenz der Besitzverhältnisse um die «Basler Zeitung» (BaZ). Mehr auf www.onlinereports.ch ...

In Basel entsteht neue Medienvielfalt

Medienmitteilung vom 14. April 2011

Die Nordwestschweiz erhält auf Ende Jahr eine neue Zeitung. Sie wird täglich online und einmal wöchentlich in gedruckter Form erscheinen. Zwei erfahrene Journalisten aus der Region Basel werden die Redaktionsleitung übernehmen: Urs Buess und Remo Leupin.

Die neue Zeitung wird ganz im Dienste ihrer Leserinnen und Leser stehen, parteipolitisch unabhängig sein und sich für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen. Sie folgt einer neuartigen Konzeption. Sie berücksichtigt die Entwicklung der Medien und den Wandel des Medienkonsums: den vermehrten Bezug von Informationen über Online-Plattformen und Mobiles, die starke Zunahme bei der Nutzung sozialer Medien und Netzwerke, aber auch das breite Bedürfnis nach vertiefenden Inhalten in gedruckter Form.

Geplant ist eine rund 30-köpfige Redaktion. Geleitet wird sie durch die beiden Journalisten Urs Buess und Remo Leupin. Buess war zuletzt stellvertretender Chefredaktor der «Basler Zeitung», Leupin Mitglied der «Beobachter»-Chefredaktion und Redaktionsleiter von «Beobachter Natur». Beide sind in der Region Basel aufgewachsen und hier wohnhaft.

Die neue Zeitung basiert auf einem von bachmann medien ag ausgearbeiteten Konzept. Herausgeberin wird die neu gegründete Neue Medien Basel AG sein, deren Verwaltungsrat Ivo Bachmann angehört. Sein Beratungsunternehmen wird das Projekt auch bis zur Übergabe der operativen Verantwortung an Redaktion und Geschäftsleitung begleiten.

Eigentümerin der Neue Medien Basel AG wird die neu gegründete Stiftung für Medienvielfalt in Basel sein. Als erste Stiftungsräte zeichnen der Basler Advokat und Notar Andreas Miescher und Franz-Xaver Leonhardt, Mitglied der Geschäftsleitung des Hotels Krafft in Basel. Diese Stiftung setzt sich für ein vielfältiges Medienangebot zugunsten einer offenen und toleranten Gesellschaft ein. Die Finanzierung der neuen Zeitung ist solide und nachhaltig; sie wird sichergestellt durch die von Beatrice Oeri errichtete Stiftung Levedo in Basel.

Adressen für Rückfragen       Medienecho...

Vormaliger Baz-Besitzer Wagner wieder im Spiel

Die Freiburger Firma Escor (Spielautomaten und Casinos) interessiert sich für alle vier bei Tamedia zum Verkauf stehenden Sender. Verwaltungsratspräsident Martin Wagner bestätigte Recherchen der Handelszeitung: "wir haben gegenüber Tamedia unser offizielles Interesse an allen Stationen angemeldet." Es geht um Radio 24, Capital FM, Tele Züri und Tele Bärn. Bereits länger als potenzielle Käufer werden Vertreter aus dem Umfeld der SVP gehandelt. Mehr bei www.persoenlich.com...

Siehe dazu www.20minuten.ch: Strohmann oder Dealmaker? (15.4.11) | Medienwoche (Interview)

Tamedia und Edipresse fusionieren noch 2011

Der Zürcher Medienkonzern Tamedia will Edipresse schneller übernehmen, als ursprünglich vorgesehen. Man sei übereingekommen, das Schweizer Geschäft statt wie ursprünglich vorgesehen auf den 1. Januar 2013 bereits in den kommenden Monaten zusammenzuführen. Beide Verlagshäuser werden an ihren Jahresmedienkonferenzen detailliert über den Zusammenschluss informieren: Die Groupe Edipresse am 8.April, Tamedia am 12. April 2011. [Quelle: www.kleinreport.ch]

Der stellvertretende Chef der BaZ-Redaktion verlässt das Blatt

Wie die Sonntagspresse bekanntmachte, hat Urs Buess, der zusammen mit Jürg Lehmann die Co-Chefredaktion hätte übernehmen sollen, bevor in einer Nacht- und Nebelaktion Somm eingestellt wurde, von sich aus gekündigt. Wie der «Sonntag» bei Kollegen erfahren hat, sei nicht «ein einzelner Anlass für die Kündigung ausschlaggebend gewesen, sondern zunehmender Leidensdruck». Nachfolger wird David Thommen (44), langjähriger Leiter der Redaktion Baselland und heute schon Mitglied der Chefredaktion. Mehr in unserem Newsletter 12 ...
Berichte in www.onlinereports.ch | NZZ am Sonntag...Erklärung von Verum (Verein für unabhängige Medien in Basel)

Tettamanti: «Überzeugter Kapitalist»

In einem Gespräch mit Hans Leyendecker (Süddeutsche Zeitung, 2./3.4.2011 [kostenpflichtig online]) schweigt Tito Tettamanti auf die Frage der Financiers hinter Moritz Suter: «Jedes Geschäft hat seine Struktur. Darüber zu reden bin ich nicht berechtigt. Was ich sagen darf, ist, dass ich das Geld für alle meine Anteile zurückerhalten habe. Von Suter, per Banküberweisung.» — Siehe dazu: Beitrag von G. Krneta... | Blog von Klaus Stöhlker: «Als glänzender Jurist und Verhandler, wenngleich auch kein Intellektueller, was er gerne wäre, bleibt er bei seinen Aussagen auf dem schmalen Grat zwischen Wahrheit und Schweigen.»

Selbstdeklaration

Die BaZ wirbt mit Zahlen vom letzten Jahr: nachdem am 22. März die WEMF die Reichweitendaten (für den Zeitraum 30.9.2009-30.9.2010) bekanntgegeben hatte, derzufolge die Zeitung in der Tettamanti-Periode die Auflagenstärke halten konnte, rühmt sich die BaZ in Grossinseraten als grösste Qalitätszeitung der Region. Sie zählt dabei zu den 173'000 gleich auch noch ihre 2000 Leserinnen und Leser ausserhalb der Region dazu. Die Auswirkungen der Übernahme durch Moritz Suter und der vielen Abbestellungen werden uns in einem Jahr verraten. www.onlinereports.ch

Basler Fasnacht

Wie zu erwarten war, wurde das Thema «BaZ» von vielen Cliquen aufgegriffen. Eine Auswahl findet sich auf unserer Sonderseite
Fasnacht 2011...

Beschwerde liegt beim Presserat

Auf Grund unserer am 5. März eingereichten Beschwerde (sowie einer Beschwerde des Arbus Schweiz mit gleicher Stossrichtung) hat der Schweizer Presserat zunächst den Verleger der Basler Zeitung aufgefordert, «sich materiell dazu bis spätestens am 11. April 2011 zu äussern». (Brief vom 9.3.2011)

Auch Schawinski riecht ein «Gschmäckle»

«[...] als der Protest nach dem Kauf der Basler Zeitung anschwoll, knickte [Tettamanti] blitzschnell ein. Aus Angst vor Tomatenwürfen verweigerte der 80-Jährige die Anreise zu einer Veranstaltung am Rheinknie. Und so musste übers Wochenende sofort ein anderer Strohmann her. Doch der eilig aus dem Hut gezauberte Moritz Suter erfüllt diese Rolle nur mangelhaft. Seine permanente Verweigerung, die wahren Besitzer zu nennen, wirkt immer hilfloser – vor allem, weil alles so evident ist.» Lesen: Roger Schawinski:«Blochusconi», auf persönlich.com **...

** NB: Der hier angesprochene Text ist auf www.persoenlich.com entfernt worden; er kann aber noch unter http://t.co/6HmDUkc gelesen werden. Schawinskis auch in der Print-Version erschienene «Persönlich» Kolumne wird indessen, da das Magazin unwiderruflich versandt ist, online mit einem Interview mit dem Weltwoche-Eigentümer-Redaktor Köppel zu neutralisieren versucht.
Man muss dabei wissen, dass der Chefredaktor von Persönlich, Dr. Matthias Ackeret, regelmässig als Hofinterviewer des Christoph Blocher auf dessen www.blocher-tv.ch amtiert.

Kurioses von der Medienfront: BaZ-Online versteckt Meldungen über die BaZ

Der bei Google News angezeigte Link zum Artikel «Bei der Basler Zeitung spitzt sich die Situation zu» auf www.bazonline.ch führt zu einer «leeren» Seite (zeigt nur Brimborium) . Wer den Artikel lesen will, muss das gleiche beim Zürcher Tages-Anzeiger (Link) aufrufen, mit der die BaZ übers Newsnetz.ch – wie man sieht: unglücklich – verbandelt ist. Frühere Berichte von ähnlichen Manipulationen werden damit bestätigt.

Präsident der BaZ-Redaktionskommission hat gekündigt

Der Historiker Patrick Künzle, Sprecher und Präsident der Redaktionskommission der «Basler Zeitung» hat zehn Jahre bei der «BaZ» gearbeitet, davon acht Jahre im Sport- und die zwei letzten Jahre im Lokalressort. Künzle hat sich als Sprecher der Redaktionskommission gegen das Engagement von Christoph Blocher als Berater der früheren Verleger Tito Tettamanti und Martin Wagner wehrte. (Tages-Anzeiger, 1.3.2011)

«Basler Zeitung Medien» lagern Zeitungsdruck aus

Die «Basler Zeitung Medien» (BZM) gründen am 1. April mit dem bisherigen BaZ-Druckbereich ein eigenständiges Unternehmen mit dem Namen «Die Zeitungsdrucker AG». Der Verwaltungsrat besteht aus: Moritz Suter (Präsident), dem früheren BZM-CEO Beat Meyer (Vize-Präsident), Marcus Herren, Finanzchef der «National Zeitung und Basler Nachrichten AG», und Daniel Merkel, Geschäftsleiter der BaZ-Tochter «Birkhäuser+GBC AG», An der neuen Konstellation sticht als Erstes ins Auge, dass die «AZ Medien» («Aargauer Zeitung») von Verleger Peter Wanner an der »Zeitungsdrucker AG» nicht beteiligt ist. Mehr dazu bei www.onlinereports.ch... (1.3.2011) – www.kleinreport.ch (2.3.2011)

Petition/Beschwerde zum Thema Medientransparenz

Rettet Basel! hat neu zwei Vorstösse unternommen: auf der Website www.medientransparenz.ch bzw. www.transparence-medias.ch wurde schweizweit eine Petition an den Bundesrat lanciert, mit der die Offenlegung der Eigentumsverhältnisse bei Medienunternehmen gefordert wird. Dies im Sinne der Motion Beat Jans (NR, Basel), auf die der Bundesrat nicht eingehen will, weil er der Auffassung ist, es fehlten die «verfassungsrechtlichen Grundlagen, um eine allgemeine Offenlegungspflicht der Besitz- und Eigentumsverhältnisse bei allen marktmächtigen Medienunternehmen auf dem Gesetzeswege vorzuschlagen.»

Weiter kann dort eine Beschwerde an den Schweizer Presserat mitunterzeichnet werden, die den Anspruch des Journalisten «auf Transparenz über die Besitzverhältnisse ihres Arbeitgebers» einverlangt. (22.2.11)

syndicom verlangt Kündigungsstopp

syndicom – Gewerkschaft Medien und Kommunikation – verlangt einen sofortigen Kündigungsstopp, nachdem bekannt wurde, dass erneut acht Entlassungen auf der Redaktion ausgesprochen werden. syndicom fordert ausserdem zum wiederholten Mal Transparenz bei den Besitzverhältnissen und Verhandlungen über einen angemessenen Sozialplan. Text der Medienmitteilung (21.2.11) – Die Fakten: www.onlinereports.ch

Moritz Suter zahlte nur 1 Million für Übernahme der «Basler Zeitung»

« ›Die, die mir den Kredit gegeben haben, wollen, dass wir das Unternehmen schnell sanieren.‹ – Diese Aussage lässt die Vermutung zu, dass Suter gegenüber den Kreditgebern eine Verpflichtung eingegangen ist. Jemand hat ihm Geld gegeben oder leistet eine Garantie für das Geld, das Suter bei einer Bank aufgenommen hat. Dafür wird nun offenbar eine Gegenleistung erwartet: Suter soll schnell sanieren. Es stellt sich damit die Frage, wie frei der Verleger der ›Basler Zeitung‹ in seinem Handeln ist.» | Mehr im Bericht der NZZ am Sonntag ... / weiterer Bericht NZZaS...

Weitere Berichte: www.onlinereports.ch | www.onlinereports.ch (Reaktionen im Talk «Salon Bâle»)

BaZ-Entlassungen: Bundeshaus-Redaktor Studer muss gehen

Erste Entlassung auf der Redaktion der «Basler Zeitung», seit Markus Somm die Chefredaktion übernommen hat: Es trifft Bundeshaus-Redaktor Ruedi Studer. Dafür wechselt Recherche-Chef Christian Mensch nach Bern.
Mehr auf onlinereports.ch (Artikel und Kommentare) | 20min.ch

Die BZ (Basellandschaftliche Zeitung im AZ-Verbund) will die Regionalredaktionen wieder ausbauen...

www.onlinereports.ch berichtet: »Die BZ-Marketingleute rufen und schreiben gezielt jene über 18'700 unzufriedenen BaZ-Abonnenten an, die sich auf der Protest-Website rettet-basel.ch eingetragen haben. "Das ist für uns eine perfekte Liste zum Akquirieren von Probeabonnenten", sagt dazu ein BZ-Insider.« (18.12.2010)

«BaZ» will Kündigungen nicht akzeptieren

Die «Basler Zeitung» will die Kündigungen, die in den letzten Tagen aufgrund des Beratungsmandats von Christoph Blochers Firma Robinvest eingegangen sind, nicht akzeptieren. Das Unternehmen schreibt in einem Brief an die Abonnenten, welche ihr BaZ-Abo nicht mehr weiterführen wollten, dass sie diese Kündigungen als gegenstandslos betrachte. «Durch unseren neuen Besitzer Moritz Suter dürften nun die Bedingungen für eine echte ‹Basler Lösung› verwirklicht sein», teilte das Unternehmen mit. Mit der neuen Ausgangslage erhofft sich das Unternehmen, dass die Abonnenten auf ihre Kündigung verzichten und «dazu beitragen möchten, dass die neue Lösung publizistisch und kommerziell erfolgreich sein kann».

Siehe http://www.tagesschau.sf.tv
konsumentenschutz.clients.liip.ch

Erklärung

Der Aufruf «Rettet Basel!», den das Netzwerk Kunst+Politik vor neun Tagen gestartet hat, wurde bisher von über 18'500 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet. Dieser enorme Ausdruck an Unzufriedenheit trug wesentlich dazu bei, dass sich Tito Tettamanti und Martin Wagner von ihren Anteilen an der Basler Zeitung trennten und sie an Moritz Suter verkauften. Dieser Vorgang ist unseres Wissens einmalig in der Schweizer Pressegeschichte. Wir freuen uns über diesen Erfolg.

Die BaZ hat in den letzten Monaten viel Vertrauen verloren. Beim Kauf im Februar haben die Besitzer einen politischen Kurswechsel explizit ausgeschlossen. Im Juni dementierten sie, dass Markus Somm Chefredaktor der BaZ werden soll. Ende August wurde er über Nacht eingesetzt. Er stellte eine Schattenredaktion bereit, für den Fall dass sich die Redaktion diesem Übernahme-Manöver widersetzen würde. Als die NZZ am Sonntag bekannt machte, dass Christoph Blocher den Kurs der BaZ bestimme, behaupteten sowohl Chefredaktor wie Besitzer, es handle sich lediglich um ein wirtschaftliches Beratermandat. Eine Woche später wurde publik, dass Blocher bereits in den Kauf der Zeitung involviert war.

Blocher war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Zuvor aber wurde das Fass kräftig gefüllt durch Falschinformationen, hetzerische Leitartikel des Chefredaktors und einen Debatten-Journalismus, der sich offensichtlich am Themenkatalog der SVP orientiert.

«Wir haben genug von Blocher, Somm und Tettamanti», haben über 18'500 Menschen erklärt: «Die Stadt Basel hat eine Tageszeitung verdient, die unabhängig denkt und kein Hebel für die SVPisierung der Schweizer Medienlandschaft ist.» Mit Markus Somm als Chefredaktor kann das verlorene Vertrauen in die BaZ nicht wiedergewonnen werden. Und erst recht nicht, wenn der neue Besitzer Moritz Suter das Unterzeichnen eines Aufrufs als Mobbing bezeichnet und zur Straftat erklärt. Diese Diffamierung von über 18'500 Bürgerinnen und Bürgern, die ihr Recht auf freie Meinungsäusserung wahrnehmen, zeigt, dass Moritz Suter von der Stimmung, die in Basel herrscht, nicht viel begriffen hat. Viele langjährige Leserinnen und Leser der BaZ, das ist unser Eindruck im Kontakt mit Hunderten von Menschen, fühlen sich von der Chefredaktion vor den Kopf gestossen und von den früheren Besitzern hintergangen.

Basel braucht eine zweite Tageszeitung, weil der öffentliche Meinungsbildungsprozess nicht der Spielball von Investoren sein darf. Dafür setzen wir uns weiter ein. Und bei der BaZ kann erst Ruhe, Stabilität und Glaubwürdigkeit einkehren, wenn ein echter Neuanfang zu erkennen ist. So lange wird Kunst+Politik seinen Aufruf «Rettet Basel!» aufrecht erhalten und weiterführen.

[2010-11-25]

Moritz Suter übernimmt BaZ

Der Basler Unternehmer Moritz Suter hat von Tito Tettamanti und Martin Wagner per sofort 100 Prozent der National Zeitung und Basler Nachrichten AG (BZM) erworben. Er wird damit alleiniger Besitzer des Medienunternehmens und damit Verleger der "Basler Zeitung". Suter beendet zudem das Beratungsmandat der Robinvest AG, trennt sich also von Christoph Blocher. Zudem wird der Holdingsitz der BZM von Zug nach Basel zurückverlegt.

Medienmitteilung der BZM...

Presseschau auf Google News...

Projektstart für eine neue Zeitung in Basel

Verschiedene Privatpersonen aus Basel und Umgebung, denen die Meinungs- und Medienfreiheit ein wichtiges Anliegen ist, haben in einem ersten Schritt bachmann medien ag beauftragt, die Realisierung einer neuen Zeitung für Basel zu prüfen.

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